Durchgewunken wurden im jüngsten Gemeinderat 145.000 Euro Nachtragskredit für den Ankauf von Streumitteln, um die Lager wieder aufzufüllen. Nur die Grünen waren dagegen: Denn die intensive Streuung verursache nicht nur hohe Personal- und Materialkosten, sondern bringe auch zahlreiche Folgeschäden mit sich, die ebenfalls mit hohem Kostenaufwand beseitigt werden müssen. Als Beispiele nannte Grün-Gemeinderätin Sonja Pitscheider Schäden an Brücken und Bäumen.
Die Grün-Fraktion stößt sich an der exzessiven Salzstreuung: "Muss es denn sein, dass auch in Nebenstraßen auf Teufel komm raus gesalzen wird, sobald ein paar Schneeflocken fallen? Deswegen galoppieren die Kosten davon. Und das ist nicht nur in Innsbruck so."
"Es muss andere, billigere Lösungen geben"
Das Argument, dass der Straßenerhalter bei Unfällen haftet, lässt Pitscheider nicht gelten: "Es gibt auch eine Verantwortung der Autofahrer, die sogar gesetzlich geregelt ist. Demnach ist die Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen anzupassen." Dass die Stadt aus Furcht vor Klagen hohe Kosten in Kauf nimmt, sieht Pitscheider nicht ein: "Es muss andere, billigere Lösungen geben", meint sie und regt nun einen "Runden Tisch" zu diesem Thema an.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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