Von Athen nach Deutschland sollte die Reise gehen. 2.500 Euro zahlte der Familienvater für die illegale "Reise", die ihn, seine Frau und seine beiden Kinder nach Mitteleuropa bringen sollte. Die Schlepper verschifften die Flüchtlinge mittels Fähre von Athen nach Bari. Dort steckte man die Familie in ein Auto und fuhr gegen Norden. In San Benedetto kam der Bande eine Autopanne in die Quere. Die Illegalen wurden mit gefälschten bulgarischen Pässen in einen Zug in Richtung Tirol gesteckt.
Die vermeintliche Reise in ein Land voller Arbeitsmöglichkeiten und politischer Ruhen endete für die Familie am Brenner. Beamten der Polizeiinspektion Gries am Brenner fielen die falschen Dokumenten sofort auf. Die Handschellen klickten. Zudem stellte die Exekutive fest, dass die vierköpfige Familie zwei Jahre lang illegal in Athen lebte.
Über vier Tage lang waren die verzweifelten Personen unterwegs. Schlafmangel, Hunger und Angst waren deren ständige Begleiter. Die Polizei hat nun alle Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Familie in ihre Heimat abzuschieben. Der Schlepper, ein Bulgare (45), wurde verhaftet.
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