27.05.2021 20:00 |

Wirtschaft

Ein neues Netzwerk für kreative Köpfe in Tirol

Ein kleiner Tischlerbetrieb entwirft ein neues Produkt, eine Tourismusregion will neue Gästeschichten ansprechen, eine Gemeinde das Ortsbild verschönern - für all das braucht es Kreativität. Um den Prozess der Ideenfindung und Umsetzung zu fördern, baut die Tiroler Kreativbranche gerade ein neues Netzwerk auf. Von der Politik wünscht man sich mehr Unterstützung fürs „Nachdenken“.

Werbeagenturen, Verlage, Fotostudios, Musikproduzenten – mehr als 3000 Tiroler Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern gehören zur Kreativwirtschaft. Eine bunte Branche, die unter dem Begriff „Kreativland Tirol“ in der Standortagentur Tirol eine neue Plattform bespielt, auf der es um die Entwicklung von innovativen Ideen geht. „Ziel ist es, ein umfassendes Netzwerk aufzubauen, das über die Branche hinaus kreative Prozesse begleitet und ein Regelwerk für die optimale Durchführung entwickelt“, fasst Tom Jank, Fachgruppenobmann in der Wirtschaftskammer, die Intentionen zusammen.

Vorbild sind Länder wie Dänemark
Abgeschaut hat man sich das Konzept von Design-Ländern wie Dänemark. Aber auch in Österreich haben Bundesländer wie die Steiermark oder Oberösterreich bereits ähnliche Plattformen. Was dort passiert, ist nicht einfach zu beschreiben. Jank nennt als aktuelles Beispiel Workshops für Touristiker, die gerade den neuen „Tiroler Weg“ ausarbeiten oder Beratungen für Jungunternehmer, die in der Entwicklung neuer Produkte stecken: „Oft scheitern Firmen und andere Organisationen am kreativen Prozess, weil er Zeit braucht und ein sehr offenes Denken in alle Richtungen erfordert. Die Plattform ,Kreativland Tirol’ soll diese Prozesse unterstützen und verbessern.“

Dafür brauche es allerdings auch eine bessere Förderung der öffentlichen Hand, betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser: „Wirtschaftsförderung für Kreativität macht Sinn. Nur so kann Tirol im Wettbewerb der Ideen auch in Zukunft punkten.“ Wichtig sei es aber auch, kreativen Köpfen ein Scheitern zuzugestehen.

Erstes Kreativ-Festival im kommenden Jahr
Ab Juni werden über die Plattform „Kreativland Tirol“ gelungene Projekte aus unterschiedlichen Bereichen vorgestellt – lernen also über Vorbilder. Im kommenden Jahr soll erstmals auch ein Kreativ-Festival in Tirol stattfinden. Eine Aufwertung bis hin zum Bachelor-Abschluss wünscht sich Jank für die Design-Akademie am Wifi. Er ist überzeugt, dass Kreativität „eine der wichtigsten Ressourcen der Zukunft ist.“

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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