WikiLeaks-Informant
US-Soldat Manning beschwert sich über Haftbedingungen
Die Entscheidung, Manning zur Verhinderung von Selbstverletzungen unter ständige Kontrolle zu stellen, sei ein Missbrauch der Befugnisse durch die Zuständigen. Der im Juni vergangenen Jahres im Irak festgenommene Analyst wird auf einer Marinebasis im US-Bundesstaat Virginia in Einzelhaft gehalten. Er darf seine Zelle nur für eine Stunde am Tag verlassen.
Nach Angaben von Coombs schaut alle fünf Minuten ein Wächter vorbei, um sicherzugehen, dass es ihm gut geht. Demnach waren die Kontrollen, die verhindern sollen, dass sich der Gefangene selbst verletzt, von einem Psychiater im Dezember für eine Woche angeordnet worden. Obwohl der Psychiater anschließend die Aufhebung der Kontrollen empfohlen habe, sei dies nicht geschehen, sagte Coombs.
Er machte WikiLeaks berühmt
Manning soll jenes Video, in dem von US-Hubschraubern aus Zivilisten erschossen werden, an WikiLeaks weitergeleitet haben. Das Video bracht WikiLeaks weltweite Berühmtheit ein. Auch die US-Depeschen, welche den "Cablegate"-Skandal auslösten, soll er der Online-Plattform zugespielt haben.
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