Spendenbetrug

Mädchen sammelte vermutlich auch in der Steiermark

Kärnten
21.01.2011 17:43
Der Fall jener Zwölfjährigen aus dem Bezirk St. Veit, die für eine angebliche "Schülerzeitung" Spenden in die eigene Tasche gesammelt hatte, weitet sich aus. Das Mädchen dürfte, chauffiert von seinem Vater, auch in der Steiermark auf Betrugstour gewesen sein. Der Schaden könnte sogar die 1.000-Euro-Marke überschreiten!

Eine Lehrerin, die ebenfalls um Spenden gebeten worden ist, hatte, wie berichtet, den Fall ins Rollen gebracht. Denn das Mädchen hatte ja – unter falschem Namen – angegeben, Geld für die Zeitung der Hauptschule Hüttenberg zu sammeln. Die Pädagogin wusste aber, dass diese "Sammlerin" nicht diese Schule besucht und erstattete Anzeige. Inzwischen melden sich immer mehr Geschädigte bei der Polizei. 

Wahrscheinlich mehr als 100 Geschädigte
Ein Beamter: "Wir rechnen inzwischen schon mit mehr als 100 Geschädigten und einer Gesamtschadenssumme von mehr als 1.000 Euro." Es ist auch eine Spenderliste aus dem Gurktal aufgetaucht, auf der etliche Betriebe und Unternehmer vermerkt sind, mit einer Spendensumme von 350 Euro. Weiters gibt es Meldungen aus der Steiermark, aus dem Bezirk Murau und der Region um Zeltweg. 

Laut Polizei ist nicht auszuschließen, dass die beiden seit Anfang Dezember noch andere Bundesländer heimgesucht hatten: "Wir haben jedenfalls schon alle Polizeiinspektionen in Österreich verständigt und um Mithilfe ersucht." Der Vater sowie seine Frau sind arbeitslos und haben drei minderjährige Kinder. Es gilt die Unschuldsvermutung.

von Martin Radinger, "Kärntner Krone"

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