08.11.2004 13:29 |

Ansatz zur Heilung

Große Hoffnung für Querschnittsgelähmte

Australische Forscher haben einen Ansatz zur Heilung von Querschnittslähmung vorgestellt. Sie entfernten bei Mäusen mit zerstörtem Rückenmark ein Molekül, das normalerweise zur Vernarbung von Nervengewebe führt.
Die so behandelten Tiere konnten nach Auskunftder Universität Melbourne innerhalb eines Monats bereitsBeine, Knöchel und Zehen wieder bewegen und später dieGelenke auch wieder belasten. Ihre Fähigkeit zu gehen undzu klettern habe sich im Laufe von drei Monaten ständig verbessert,berichtete die Universität. Bis zum Versuch am Menschen wirdes nach Angaben australischer Medien aber noch fünf bis zehnJahre dauern.
 
Molekül hemmt Neubildung
Das Team um Prof. Mary Galea und Ann Turnley hattedas Molekül EphA4 entfernt. Dieses fördert nach Angabender Forscherinnen die Narbenbildung nach der Zerstörung vonNervenzellen und hemmt damit die Nervenneubildung. Die Therapiemüsse daher möglichst bald nach einem Unfall beginnen.Nach Entfernung von EphA4 seien die Rückenmarkszellen deutlichgewachsen.
 
Die Arbeit soll im "Journal of Neuroscience" veröffentlichtwerden. Bislang war nur bekannt, dass EphA4 eine Rolle bei derNervenentwicklung spielt.
Dienstag, 15. Juni 2021
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