19.05.2021 08:45 |

Durch SPÖ-„Kampagne“

Klinik beklagt Schaden für Image und Personal

Die Reinigungskosten-Causa lässt die Salzburger Landeskliniken (SALK) nicht los. Obwohl die Ermittlungen gegen den Klinikchef eingestellt wurden und damit die Vorwürfe vom Tisch sind, sei den Kliniken ein Schaden entstanden. Das schreibt der Aufsichtsrat in einem Brief an die SPÖ und fordert Wiedergutmachung.

Gegen die Salzburger Landeskliniken und eine für die Kliniken tätige Reinigungsfirma waren zuvor schwere Vorwürfe erhoben worden. Der Landesrechnungshof listete in seinem Bericht aus dem Jahr 2019 zahlreiche Mängel auf. Die Kliniken hätten trotz festgestellter Fehler bei der Verrechnung von Reinigungskosten auf eine Nachforderung von 1,2 Millionen Euro verzichtet. Ein Gutachten entlastete schließlich Klinik-Leiter Paul Sungler sowie zwei führende Mitarbeiter der Reinigungsfirma. Die Ermittlungen wurden im Februar eingestellt.

Aufsichtsrat: SPÖ soll Vorwürfe zurücknehmen
Dennoch: Der Klinik sei ein erheblicher Schaden entstanden, wettert der Aufsichtsrat in einem Schreiben an den SPÖ-Landtagsklub. Die Oppositionspartei unter der damaligen Führung von Walter Steidl – auch an ihn ging der Brief – habe mit ihrer „getriggerten Kampagne einen Mitarbeiter an die Grenze seiner Lebensfähigkeit geführt“, heißt es in dem Schreiben vom Aufsichtsratsvorsitzenden Hubert Kuprian. Zudem seien in der Sache beschäftigte Mitarbeiter „psychisch und physisch schwer belastet“ und die Reputation der SALK geschädigt.

SPÖ-Klubobmann Michael Wanner will die Anschuldigungen nicht gelten lassen: „Wir haben keine Sekunde einen Mitarbeiter beschuldigt oder unter Druck gesetzt!“ Es sei Aufgabe der Opposition zu kontrollieren.

SALK-Zentralbetriebsrat Alexander Stampfer räumt ein: „Ein Mitarbeiter war und ist schwer belastet, war lange im Krankenstand. Das hängt sicher auch mit den Ermittlungen und der Diskussion darüber zusammen.“ Dass jetzt aber politisches Kleingeld aus der Situation geschlagen werde, kritisiert auch er.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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