Der chronische Hebammenmangel in Vorarlberg ruft jetzt die FPÖ auf den Plan: Die Freiheitlichen fordern per Antrag eine Ausbildungsmöglichkeit im Ländle - etwa in Form eines neuen FH-Studiengangs. Des Weiteren wollen die Blauen, dass an den Krankenhäusern zusätzliche Planstellen für Hebammen geschaffen werden.
Der Hebammenmangel ist kein Vorarlberger Phänomen, sondern österreichweit seit Jahren ein Problem. Und zwar ein hausgemachtes: Grundsätzlich wäre nämlich die Bereitschaft, diesen Beruf zu ergreifen, bei jungen Frauen durchaus vorhanden, allerdings fehlt es bundesweit an Ausbildungsplätzen. Im Ländle gibt es überhaupt keine.
Am Wochenbett ohne Hebamme
Das Resultat: In Vorarlberg müssen immer mehr Frauen am Wochenbett ohne Hebamme auskommen - knapp 800 Neugeborene kommen im Schnitt auf einen Kassenvertrag, das sind sechs Mal so viele wie eine Vollzeit-Hebamme im Jahr versorgen kann.
Eine Ausbildungsmöglichkeit im Land gefordert
Die Freiheitlichen fordern nun eine Vorarlberger Lösung, konkret eine Ausbildungsmöglichkeit im Land. Wörtlich heißt es im entsprechenden Antrag: „Um dem Berufsstand der Hebammen jene Bedeutung zukommen zu lassen, die ihm gebührt, muss reagiert werden und endlich eine Ausbildungsschiene in Vorarlberg geschaffen werden.“
Um dem Berufsstand der Hebammen jene Bedeutung zukommen zu lassen, die ihm gebührt, muss reagiert werden und endlich eine Ausbildungsschiene in Vorarlberg geschaffen werden
aus dem FPÖ-Antrag
Zusätzliche Planstellen
Geht’s nach den Blauen, sollen zudem an den Krankenhäusern zusätzliche Planstellen für Hebammen geschaffen werden - Ziel müsse eine „1:1-Betreuung im Kreißsaal“ sein.
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