In drei Gemeinden

Öffi-Pilotprojekt kommt immer besser ins Rollen

Seit 1. April ist in Luftenberg, St. Georgen/Gusen und Steyregg Österreichs erstes Postbus-Shuttle unterwegs. Die erste Bilanz fällt positiv aus. Immer mehr Mühlviertler nutzten das Öffi-Angebot, das wie ein Taxi bestellt wird und die Fahrgäste günstig bei 300 Haltestellen aussteigen lässt.

300 Haltestellen - aber kein einziger Fahrplan! Das ist ein Merkmal des österreichweit einzigartigen ÖBB-Postbus-Shuttle der Gemeinden Luftenberg, St. Georgen an der Gusen und Steyregg. Denn der Aushang von An- und Abfahrtszeiten ist gar nicht notwendig. Die 13.000 Bewohner der drei Gemeinden können Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr und am Samstag von 8 bis 22 Uhr ganz einfach per App oder mit einem Telefon-Anruf den Bus bestellen und werden kurz darauf schon abgeholt. „Funktioniert ähnlich wie ein Taxi. Ist aber dank eines Algorithmus, der im Hintergrund Fahrten koordiniert, viel günstiger“, heißt es aus den ÖBB.

3,50 für 3,5 Kilometer
Für Fahrten bis zu 3,5 Kilometer werden 3,5 Euro verrechnet. Mit jeder Person, die während der Fahrt zusteigt,wird der Preis um rund 50 Cent günstiger. Bei weiteren Strecken liegt der Kilometer-Richtwertpreis bei 1,2 Euro. „Dieses Projekt bedeutet einen Durchbruch beim Überbrücken der letzten Meile zwischen dem Wohnsitz und dem öffentlichen Verkehrsnetz“, erklärt der Steyregger Bürgermeister Johann Würzburger.

„Damit leisten wir österreichweit Pionierarbeit und starten in eine neue Ära des öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum“, blickt Alfred Loidl von den ÖBB zufrieden auf die ersten Wochen zurück. Von 1. April bis 12. Mai stiegen 90 Fahrgäste ein. Tendenz steigend. Mehr als 500-mal wurde die App heruntergeladen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Sonntag, 20. Juni 2021
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