16.05.2021 09:22 |

Mitten in Klagenfurt

Illegaler Autofriedhof bedroht Wasserschutzgebiet

Autowracks, Baumaterial, Fässer: Wegen einer illegalen Mülldeponie im Wasserschutzgebiet im Süden der Landeshauptstadt schlagen Passanten Umweltalarm. Weil der Unrat trotz Meldung bei der Behörde nicht entfernt wurde, gibt es jetzt eine Anzeige bei der Polizei. „Keiner unternimmt etwas. Es geht schließlich um das Klagenfurter Trinkwasser“, sorgen sich Passanten.

Dutzende ausrangierte Schrott-Fahrzeuge, Pkw, Lkw, Traktoren und auch Baumaterial haben Unbekannte im Wald und auf Wiesen im Bereich der Stiftkogelstraße beim Sattnitzrücken deponiert. „Der Unrat lagert im Bereich der Wasserschutz-Gebiet-Kernzone. Obwohl das Lebensmittel Trinkwasser durch das Deponiematerial bedroht ist, unternimmt niemand etwas“, ärgert sich Christian Friedrich. Wie es heißt, hätten Behörden schon lange Kenntnis von diesem Autofriedhof im Schutzgebiet.

Anzeige bei der Polizei
„Aber niemand kümmert sich.“ Vielleicht deshalb, weil es sich bei der Deponiefläche um ein Privatgrundstück handelt. Friedrich: „Wer weiß, wie viel Öl und Treibstoff hier schon ausgetreten und in die Umwelt gelangt ist!“ Um die Lage zu entschärfen und die Umweltgefahr zu bannen, wurde die Causa am Freitag erneut angezeigt, und zwar bei der Polizei.

Wasserschutz-Kernzone
„Hoffentlich wird jetzt etwas gegen die Umweltgefährdung unternommen“, hoffen Passanten. „Denn was noch alles auf der Deponie in der Natur entsorgt wurde, kann nur vermutet werden.“ Viel von dem Deponiematerial sei zugeschüttet und zugewachsen. Direkt unter der Wiese befinden sich ein Teich und ein Bach, der in die Wasserschutz-Kernzone führt", schlägt Friedrich Alarm.

Bürgermeister Christian Scheider will jetzt schnell und unbürokratisch handeln: „Natürlich schauen wir uns das an und werden der Causa umgehend nachgehen - zum Schutz der Umwelt und des Trinkwassers!“

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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