Großwildjagd als Stillleben auf riesigen Teppichen, heimische Kirchtürme als Spitze von Hahnenkämmen oder Blumen mit pikanten Details: Gernot Fischer-Kondratovich malt sich rötelfarbig auf schwarzem oder weißem Hintergrund von Idee zu Idee. Mit göttlichem Fingerzeig stellt er nun Tiefsinnig-Organisches in der Klagenfurter Galerie M aus.
Aktuelle Ausstellung von Villacher Künstler
Schwarze Zeichen schlängeln sich um Paprika, Knoblauch, Pilze oder Kürbisse und lassen diese zu Trägern von göttlichen Botschaften werden. „A message of God“ titelt der Villacher Künstler seine aktuelle Ausstellung in der seit September geöffneten kleinen Galerie M, bei welcher er das barocke Stillleben als Malkunst aufgreift, um mit indianisch erscheinenden Zeichen auf Obst und Gemüse eine Verschwörungstheorie der göttlichen Ordnung zu erfinden.
Im Auge des Betrachters
Was die Tattoos oder Schriftzeichen auf den zwischen naturalistischer Malerei und grafischer Feinarbeit changierenden Lebensmitteln tatsächlich bedeuten, bleibt den Betrachtenden überlassen, wobei Staunen und Lachen durchaus erwünscht sind.
Vogelperspektive
Seit 2004 verwendet Fischer-Kondratovich die Vogelperspektive in seinen Bildern, welche unbeschwert darauf verweist, wie klein der Mensch in der Natur tatsächlich ist. Das wird augenscheinlich, wenn er in seinen Bildern zwei Figuren an einem baumhohen Pilz vorbeigehen oder durch lange Schatten werfende Riesenpaprika schreiten lässt.
Tätowierte Artefakte
Museal mutet der kleine Schaukasten mit echten tätowierten Artefakten an. Champignons entpuppten sich für den Maler als besonders interessant, da diese durch Trocknen Furchen erhalten und somit einem menschlichen Gehirn ähneln. Bei Gernot Fischer-Kondratovich sind dies natürlich göttliche Gehirne.
Wo & Wann:
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