"Your Mom hates Dead Space 2" heißt die neue Kampagne EAs, also "Deine Mutter hasst Dead Space 2". Der Name ist Programm: Im zugehörigen Promotionvideo sind reihenweise Frauen mittleren bis reiferen Alters zu sehen, die schockiert wirken - weit aufgerissene Augen, die Hände schützend vor dem Gesicht, ein erschrockenes "Oh mein Gott" auf den Lippen.
Ob es sich dabei tatsächlich um Mütter handelt, die so wissentlich für ein gewalttätiges Spiel Werbung machen, darf natürlich bezweifelt werden. Fest steht jedoch, dass die Kampagne ihr Ziel erreicht hat: In den USA wird heftig diskutiert, ob der Hinweis auf entsetzte Mütter die richtige Art ist, Werbung für ein solches Spiel zu machen - zumal "Dead Space 2" in den USA erst ab 17 Jahren erhältlich ist. In Deutschland stand das Spiel ob der herben Gewaltszenen kurz vor einem Komplettverbot, darf nun jedoch - ab 18 Jahren - verkauft werden.
Gamerinnen empört: Auch Mütter spielen "Dead Space 2"
Doch auch andere Kritik an der Werbekampagne wird laut: jene von Müttern, die sich als normale Gamer sehen und "Dead Space 2" sehr wohl spielen möchten. Sie sehen Frauen einmal mehr von chauvinistischen Publishern und Werbefachleuten als minderwertige Käufer dargestellt, auch wenn sie zahllosen Studien zufolge beim Thema Gaming und der Ausgaben für ihr Hobby Männern gleichgestellt sind. Ihren Unmut drückte etwa Spielejournalistin Winda Benedetti für "MSNBC" aus: "Ich bin eine Mutter und ich hasse 'Dead Space 2' nicht. Wisst ihr, was ich hasse? Stereotypisierung."
"Dead Space 2" erscheint am 27. Jänner in Österreich.
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