Enorm gefordert

Autozulieferer mit Task-Force gegen Material-Krise

1000 Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt, die Maßnahme soll bis in den Juni dauern - der Schritt von Magna in Graz ist für die Situation in der Autoindustrie bezeichnend. Weil unter anderem die Elektronikchips knapp sind, kommen Produktionen zum Stillstand. In Oberösterreich kommen die Autozulieferer gut durch.

„Houston, wir haben ein Problem“ - die Knappheit an Elektronikchips bringt die Autoindustrie enorm unter Druck und sorgt für ein Dauerzittern rund um den Globus. Bei der Polytec wurde deshalb zuletzt die „Task-Force Rohstoffe“ ins Leben gerufen, die die ständig wechselnden Rahmenbedingungen überwacht und sofort reagieren kann. Der Koordinationsaufwand ist enorm, heißt es aus dem von Markus Huemer geführten Kunststoffverarbeiter.

BMW mit Anpassungen
Während bei Magna in Graz für 1000 Mitarbeiter die Kurzarbeit angemeldet wurde, winken die Autozulieferer in Oberösterreich ab. „Kein Thema“, betont etwa Martin Edtmaier von Metallbearbeiter Rübig, der Zylinderköpfe, Ventile, Kurbelwellen und ähnliches für die Autoindustrie wärmebehandelt. Aufgrund des weltweiten Halbleiter-Mangels gab es zwar bei BMW einzelne Anpassungen des Produktionsprogramms. „Das Werk Steyr ist aktuell aber nur in geringem Umfang davon betroffen“, so Sprecher Philipp Käufer.

Auch bei der AMAG steht man voll am Gaspedal „Wir haben einen guten Auftragsstand, der die Auslastung für die nächsten Monate sichert“, berichtet Sprecher Leopold Pöcksteiner. Die Ranshofener suchen aktuell sogar 50 Mitarbeiter.

„Auftragslage sehr gut“
Und Silikonverarbeiter Starlim? Die Marchtrenker kämpfen zwar mit Engpässen bei Silikon und Thermoplast. „Die Auftragslage ist aber sehr gut“, so Vertriebschef Karl Großalber.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Samstag, 12. Juni 2021
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