Mit dem Ende des Kulturlockdowns am 19. Mai steht dem Filmfestival Crossing Europe nichts mehr im Wege. Es bringt zwischen 1. und 6. Juni rund 123 neue Filme nach Linz. Im „Krone“-Interview spricht Intendantin Christine Dollhofer über Hürden und Gäste beim Festival, das zum letzten Mal ihre Handschrift trägt.
„Krone“: Wie schätzen Sie das Interesse am kommenden Filmfestival ein?
Christine Dollhofer: Ich glaube, die Menschen werden massiv ins Kino gehen wollen.
Gibt es genug Plätze?
Wir zeigen 123 Filme in insgesamt 145 Vorführungen, dürfen Sitzplätze aber nur im Schachbrettmuster vergeben. Das reduziert die Einnahmen auf die Hälfte. Zudem haben wir heuer keine Nightline, denn um 22 Uhr wird in ganz Linz Sperrstunde sein. Dafür haben wir das Café Central als neuen Kinoschauplatz dazugenommen, das kompensiert den Ausfall etwas.
Crossing Europe zeichnete sich bisher dadurch aus, dass man Regisseure und Schauspieler treffen konnte.
Leider werden wir nicht so viele internationale Gäste haben, denn das Reisen ist noch kompliziert. Ivan Ostrochovský wird kommen, Maria Schrader entscheidet sich erst – die beiden sind die Regisseure unserer Eröffnungsfilme.
Sie legen die Intendanz von Crossing Europe ja heuer zurück und werden Chefin des Filmfonds Wien, wir berichteten darüber. Wann genau verlassen Sie Linz?
Mein Dienst beim Filmfonds beginnt am 1. November. Viele Nacharbeiten und die Fördereinreichung für das nächste Festival liegen zwar noch bei mir, aber Crossing Europe ist in Linz gut verankert, es ist ja nicht an mich geknüpft. Es geht also sicher weiter, wenn ich weg bin.
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