SPÖ-Politiker

„Entlastung bei Spitalsarbeit lange überfällig“

„Die Beschäftigten in den Spitälern wünschen sich sehnlichst bessere Arbeitsbedingungen zur Bewältigung ihres anstrengenden Arbeitsalltags herbei. Es kommt aber nichts, weshalb sie weiter ausgepresst werden“, spitzt SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder seine Kritik im Gefolge hoher Zeitguthaben in den Landesspitälern zu. Diese Guthaben seien nur die Spitze des Eisbergs.

Im Auftrag von VP-Landesrätin Christine Haberlander wird, wie berichtet, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Spitalsträger (Land, Orden) eingesetzt, die sich mit Möglichkeiten zur Entlastung der Mitarbeiter befassen soll. Sie denkt an vier Rezepte: bessere Patientensteuerung, höhere Gesundheitskompetenz der Leute, Entbürokratisierung und mehr Digitalisierung.

Binder hört das mit Ungeduld: „Wenn das die vier Rezepte sind, ist da definitiv nichts dabei, von dem wir nicht seit mindestens fünfeinhalb Jahren immer wieder hören, dass es kommen soll. Mit ,wir‘ meine ich auch die Beschäftigten, die sich sehnlichst bessere Arbeitsbedingungen zur Bewältigung ihres anstrengenden Arbeitsalltags herbeiwünschen.“ Die hohen Zeitguthaben der Beschäftigten – Ende 2019 der „Gegenwert“ von gut 1600 Vollzeitkräften – seien neben den Wartezeiten der Patientinnen und Patienten bloß „die sichtbare Spitze des Eisbergs, der da schlummert“.

Digitalisierungs-Tücken
Bei Digitalisierung und technologischen Hilfen ortet Binder Nachholbedarf, sieht aber auch Tücken: „Bislang hat der technologische Fortschritt in den Landeskrankenanstalten eher dazu geführt, dass neue Geräte angeschafft wurden, für deren Bedienung es aber auch wieder neues oder entsprechend ausgebildetes Personal braucht.“

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Mittwoch, 23. Juni 2021
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