Entwarnung

“Keine Gefährdung der Gesundheit durch Handy”

Wissen
05.11.2004 14:34
Immer wieder machen sich Konsumenten Sorgen über die möglichen gesundheitlichen Folgen von Handys und Handymasten. Ein hochkarätig besetzter Wissenschaftlicher Beirat Funk (WBF) gibt nun Entwarnung: „Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gibt es keinen Nachweis für eine Gefährdung der Gesundheit.“
Infrastrukturstaatssekretär Eduard Mainonistellte gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat die Ergebnissevor. Der Beirat hatte die zahlreichen existierenden Studien einerwissenschaftlichen Prüfung unterzogen. Viele Studien entsprachenkeineswegs wissenschaftlichen Standards, nicht einmal Mindeststandards,erklärten die Wissenschaftler. Dies sei ein Grund fürVerunsicherung und Ängste der Bevölkerung. 
  
Strahlung von Masten geringer als von Handys
Auch die Angst vor Handymasten sei unbegründet.Strahlenschutz-Professor Norbert Vana von der Technischen UniversitätWien erklärte: "Die von den Handymasten ausgehende Expositionist um den Faktor 1.000 bis 10.000 geringer als beim Telefonierenselbst. Und wenn Telefonieren mit dem Handy zu keiner nachweisbarengesundheitlichen Gefährdung führt, kann man bezüglichder tausendfach schwächeren Exposition erst recht beruhigtsein." 
  
Keine Auswirkung auf Gehirn 
Auch auf das zentrale Nervensystem gibt es nach aktuellemKenntnisstand keine negativen Auswirkungen durch Handys. Die Studienschließen eine Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeitenwie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeiten,eindeutig aus. Bei den Hirnstromaktivität (EEG) konnten imSchlaf "geringe Veränderungen einzelner Parameter" festgestelltwerden, sie stellen jedoch keine Störung der Schlafqualitätoder ein Gesundheitsrisiko dar. Generell konnte in den vier vorliegendenernsthaften Untersuchung kein Zusammenhang zwischen allgemeinemWohlbefinden und Mobilfunk-Strahlung festgestellt werden. 
  
Derzeit kein Hinweis auf Krebs - aber wartenauf Langzeitstudien 
Keine ernsthafte Studie sieht einen Zusammenhangzwischen der Entstehung von Tumoren und Handys, erklärt KrebsexperteDr. Ludwig vom Wilhelminenspital. Die bisher vorliegenden Ergebnisseder zwischen den Jahren 1980 bis 1995 durchgeführten Kohortenstudienlassen, so Ludwig, "keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Mobilfunkanwendungund erhöhter Tumorinzidenz erkennen. Ein möglicher Zusammenhangist allerdings aufgrund dieser Daten auch nicht auszuschließen."Der Onkologe wies darauf hin, dass derzeit eine Reihe von internationalenStudien mit großen Probandenzahlen im Laufen ist und erstnach Vorliegen dieser Ergebnisse eine Risikoabschätzung deraktuellen Situation möglich sein wird. 
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