Steudltenn-Festival

Eine verständliche Sehnsucht nach dem Miteinander

Tirol
07.05.2021 18:00
Das Zillertaler Theaterfestival Steudltenn will zwischen dem 26. Mai und dem 28. August die Sehnsucht nach dem Miteinander stillen. Dank eines umfang- und abwechslungsreichen Programms stehen für dieses Vorhaben die Sterne günstig. Felix Mitterer steuert mit seinem neuen Stück eine von vier Uraufführungen bei.

„Das Bedürfnis nach einem Miteinander will nach einem Jahr Social Distancing gestillt werden. Diesem Bedürfnis wollen wir heuer nachkommen, während wir gemeinsam nachdenken, was es heißt, anderen nahe zu sein“, lauten die einleitenden Worte der Leiterin des Steudltenn-Theaterfestivals Bernadette Abendstein bei der gestrigen Programmpräsentation für die diesjährige Spielzeit vom 26. Mai bis 28. August im Herzen des Zillertals, in Uderns.

Angenehme Theater-Atmosphäre
Und da kann man ihr nur recht geben. Ein herzliches und unkompliziertes Miteinander in angenehmer Atmosphäre, ganz im Zeichen von qualitätsvollem und abwechslungsreichem Schauspiel, das wird von der Familie Abendstein-Hirzenberger dem Besucher geboten. Mit insgesamt sechs Premieren, davon vier Uraufführungen, einem Filmprojekt, einem Videospiel-Theater-Workshop und etlichem mehr bietet das Steudltenn unzählige Möglichkeiten, um mit sich, anderen und - nicht zuletzt - mit der Kultur in näheren Kontakt zu treten.

Mitterer schrieb ein neues Stück
Aus diesem mehr als umfangreichen Festival-Programm können als besondere Höhepunkte folgende hervorgehoben werden: Österreichs meistgespielter Dramatiker, Felix Mitterer, vertraut sein jüngstes und bisher noch nie präsentiertes Stück mit dem schwierigen Namen „Wurlitzergassen 22 Zwozl Zwozl“ dem Steudltenn zur Uraufführung an. Mitterer erzählt darin aus den Kindheitserinnerungen seiner Frau Agnes.

Eine weitere Uraufführung stammt aus der Feder des künstlerischen Leiters vom Steudltenn, Hakon Hirzenberger. Mit „Friedl Bison und seine Kinder“ gelangt eine amüsante, ernsthaft komische Erbschaftsgeschichte, spannend wie ein Krimi, auf die Bühne. Weitaus dramatischer und tragischer geht es auf der Outdoorbühne in Hochfügen zu, wenn „Hausherr“, „Lockvogel“ und „Grenzgänger“ unter der Regie von Klaus Rohrmoser in Karl Schönherrs „Der Weibsteufel“ bis zum bitteren Ende aneinandergeraten. Weitere Impulse vor Ort liefern unter anderen Peter Simonischek und Brigitte Karner, Erwin Steinhauer, Manuel Rubey sowie Grissemann und Stermann.

Nähere Informationen unter: www.steudltenn.at

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