03.11.2004 13:00 |

Kundencharta

ÖBB zahlt ab 2005 für Verspätungen

Kunden der Österreichischen Bundesbahnen bekommen mehr Rechte. Gemäß der seit heuer EU-weit geltenden Kundencharta steht Reisenden im Fernverkehr, die länger als eine Stunde verspätete Züge warten müssen, eine Entschädigung zu. Diese Regelung wird ab 2005 in Kraft treten, für die Kunden gibt es Gutscheine, die innerhalb eines Jahres konsumiert werden müssen.
Was in Deutschland schon gilt, wird mit Jahreswechselauch in Österreich Realität. Kunden der ÖBB erhalten20 Prozent des Ticketpreises zurückerstattet, wenn ihr Zugmehr als eine Stunde Verspätung hat. "Die ÖBB gehennach dem Vorbild der Deutschen Bahn mit der Umsetzung der ÖBB-ReformBeginn 2005 diese Selbstverpflichtung ein", sagte VerkehrsstaatssekretärMag. Helmut Kukacka.
 
Gutschein statt Bargeld
Die Entschädigung wird als Gutscheinkarte verteilt,und zwar entweder im Zug oder in den folgenden zwei Tagen am Bahnhof.Sie kann einen Monat lang für den nächsten Ticketkaufgenutzt werden. Sonst ist sie in einen zwölf Monate gültigenGutschein umtauschbar.
 
Kukackas Kritik
Für die Entschädigungen sei aber eine "Stufenregelung"sinnvoller, je nach Verschuldung und Ausmaß der Verspätung.Auch für nicht eingehaltene Qualitätsstandards wie ausgefalleneHeizungen oder ähnliches solle es im Sinne eines umfassendenKundenservices Rückzahlungen geben. Darüber hinaus solltendie ÖBB eine Reklamationsstelle einrichten, die regelmäßigan den Aufsichtsrat Bericht erstattet, kritisiert Kukacka weiter.
Freitag, 14. Mai 2021
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