Am Weg zum Friseur

Todesspritze statt Haarschnitt für „Bobby“

An den falschen Tierarzt kam eine etwa 40-jährige Innviertlerin, die entschlossen hatte, ihren „Bobby“ einschläfern zu lassen. Da war sie eigentlich am Weg zum Hundefriseur und bog spontan zur Tierklinik Ried ab. Dort nahm man ihr „Bobby“ ab, der jetzt einen neuen Platz sucht.

Der achtjährige Shih-Tzu-Rüde habe sein Frauchen gezwickt und sei nicht stubenrein, lautete die Begründung der Innviertlerin, als sie in der Tierklinik Ried die Todesspritze für ihren „Bobby“ verlangte. Doch ohne Auftrag vom Amtstierarzt, etwa wegen Gefährlichkeit, darf ein gesundes Tier nicht eingeschläfert werden.

Zwar sind Tiere laut Gesetz als Sache anzusehen, allerdings ist auch eine mutwillige Tötung nicht erlaubt. Also überredet man in der Klinik die Frau, ihren „Bobby“ dazulassen und ließ sie auch eine Verzichtserklärung unterschreiben. Denn einfach wegnehmen hätte man ihr den Hund nicht dürfen. Da die Hundehalterin einen zweiten Hund, einen Chihuahua hat, besteht die Sorge, dass sie auch seiner überdrüssig werden könnte.

Neuer Platz gesucht
Der Tierarzt konnte „Bobby“, der seit fünf Jahren keine Impfung mehr erhalten hatte und der wegen seiner langen Haare – deshalb der ursprüngliche Weg zum Friseur – schon fast nichts mehr gesehen hat, nicht behalten. Vorübergehend ist „Bobby“ bei der Pfotenhilfe in Lochen untergekommen, wo alle seine Wehwehchen gerichtet werden und er dann zu einem neuen Platz vermittelt werden wird. „Er ist ein ganz lieber Hund, sicher nicht bissig“, sagt Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Montag, 17. Mai 2021
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