40 Gemeinderäte in Innsbruck entscheiden darüber, was Architektur ist und was nicht: So einen Fall will Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer künftig vermeiden. "Beim Turmprojekt in der Bruneckerstraße wäre es fast so gewesen, dass der Bauausschuss ein Expertengremium ersetzt. Politiker sollen aber nicht Projekte bewerten", erklärte sie am Montag.
Deswegen wird nun ein Gestaltungsbeirat gebildet. Er soll mit vier Architekten besetzt werden, die "ihre Tätigkeit möglichst nicht in Tirol entfalten", erklärte Oppitz-Plörer. Sechs Mal im Jahr soll der Beirat zusammenkommen und über Projekte ab einem Volumen von 5.000 Kubikmeter entscheiden.
"Die beste Lösung ist aber sicher immer ein Architektenwettbewerb", räumte die Bürgermeisterin ein. An dieser Kultur wolle sie weiter festhalten. Die Entscheidungen des Gremiums sind bindend, sollen aber bei Vorliegen triftiger Gründe aufgehoben werden können. Im Herbst des Jahres soll der Beirat startklar sein.
180.000 Euro sind in den nächsten zwei Jahren dafür im Budget reserviert.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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