Hochwasser-Horror
Australien: Tote und Vermisste nach “Tsunami an Land”
"Die Menschen in Queensland sind in einer schrecklichen Lage und weitere Überschwemmungen werden kommen", sagte die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard im australischen Fernsehen. Sie sei schockiert über die Springflut in Toowoomba. Die Ministerpräsidentin des Staates Queensland, Anna Bligh, sagte, unter den zehn Todesopfern dort seien mindestens vier Kinder. Die Rettungskräfte befürchteten das Schlimmste für mindestens 18 der Vermissten.
In Toowoomba hatte eine meterhohe Flutwelle am Montag Autos mitgerissen und ganze Häuser aus den Fundamenten gehoben. Gewitter und neue Regenfälle behinderten die Rettungsarbeiten. Das Wasser floss weiter durch das Lockyer-Tal, Tausende Menschen mussten aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen. Der kleine Ort Forest Hill mit 300 Einwohnern wurde vollständig geräumt.
Bangen in Millionenstadt Brisbane
Der Bürgermeister von Brisbane, Campbell Newman, sagte, man rechne damit, dass in den kommenden Tagen wohl Tausende Häuser in mehreren Stadtteilen unter Wasser stehen werden. Betroffen wären dann etwa 15.000 Menschen. Der Scheitelpunkt der Flut wurde in der Hauptstadt von Queensland für Donnerstag erwartet. Die Stadt mit zwei Millionen Einwohnern wird eigentlich von einem Damm geschützt, der nach einem Hochwasser 1974 gebaut wurde. Allerdings war das Reservoir bereits voll, sodass den Behörden keine andere Wahl blieb, als Wasser abzulassen.
Das Hochwasser erreichte am Dienstag auch den Staat New South Wales, der an Queensland grenzt. Mehrere Ortschaften im Norden des Staates waren auf dem Landweg nicht mehr zu erreichen. Betroffen waren hier rund 4.500 Menschen. Die Lage war allerdings nicht so schlimm wie in Queensland. Für die Region wurden erneut heftiger Regen und Gewitter vorausgesagt. Meteorologen warnten daher vor weiteren Springfluten.
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