23.04.2021 15:00 |

Böse Überraschung

Besuch bei der Oma endet mit einer Geldstrafe

Erneut hat die „Tiroler Krone“ ein Erlebnisbericht erreicht, der davon zeugt, dass die Ein- und Ausreise in das benachbarte Deutschland nach wie vor mit Problemen verbunden ist. Auch wenn diese sich dieses Mal nicht direkt an der Grenze abgespielt haben. 

Doch der Reihe nach: Am vergangenen Freitag machten sich Anita Huber und ihr Lebensgefährte Dipert Magnus zusammen mit ihrem Baby auf in die Kreisstadt Dachau nordwestlich von München. „Wir hatten ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis dabei und fuhren zur Mutter meines Partners“, schildert Huber im Gespräch mit der „Krone“. Die kleine Familie aus Telfs fuhr über die Grenze Garmisch-Partenkirchen. Dabei gab es auch keinerlei Probleme. Gemeinsam mit der Oma des Babys genossen Huber und Magnus dann ein entspanntes Wochenende.

Böse Überraschung folgte am Dienstag
Am Sonntag fuhr die Familie auf demselben Weg - abermals mit einem negativen Corona-Testergebnis - zurück. Auch dabei gab es keine sonderlichen Probleme. „Wir mussten das sogenannte Formular E ausfüllen“, erinnert sich Magnus, „und ich habe die Beamten vor Ort nach dem Ausfüllen gefragt, ob alles so passt.“ Die Beamten bejahten die Frage und die Familie kehrte zurück nach Telfs. Am Dienstag kam dann die böse Überraschung. Während Magnus kurz außer Haus war, klingelten zwei Polizeibeamte an der Haustüre. „Sie kontrollierten, ob wir uns in Quarantäne befinden“, schildert Huber, „dass wir uns zehn Tage isolieren müssen, hat uns allerdings niemand gesagt. Ich traute meinen Ohren kaum!“

„Nun droht uns eine Geldstrafe“
Prompt setzte es eine Anzeige, da der Lebensgefährte nicht daheim war. „Hätte ich gewusst, dass wir uns in Quarantäne befinden, wäre ich natürlich Zuhause geblieben“, sagt Magnus, der nun der folgenden Strafe ängstlich entgegenblickt. „Wie hoch sie sein wird, wissen wir noch nicht.“ Auch ein Anruf bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft half Huber und Magnus nicht.

„Es hieß, wir sollen uns einen Anwalt nehmen“
Dort lässt man die Erklärung, dass die Familie von der Quarantäne nichts wusste, nicht gelten. „Wir können uns an einen Anwalt wenden, wurde mir gesagt“, zeigt sich Huber fassungslos. Denn einen Anwalt kann sich die junge Familie in der derzeitigen Situation nicht leisten. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Strafe nicht zu hoch ausfällt.

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