Undichte Stelle
Netanyahu “röntgt” Top-Beamte per Lügendetektor-Test
Hintergrund war demnach das Bekanntwerden eines eigentlich streng vertraulichen Besuchs des israelischen Ministerpräsidenten in Russland im September 2009. Der Inlandsgeheimdienst Shin Bet bestätigte in einer Erklärung, dass es in den vergangenen Monaten auf Betreiben Netanyahus Ermittlungen zu einem Leck gegeben habe. Dabei seien zahlreiche Mitarbeiter aus Netanyahus Umfeld befragt worden. Die Ermittlungen seien in Abstimmung mit dem Rechtsberater der Regierung erfolgt, hieß es in der Mitteilung. Angaben zum genauen Hintergrund und zu möglichen Tests mit einem Lügendetektor machte der Geheimdienst nicht. "Am Ende der Untersuchung hat sich herausgestellt, dass das Leck nicht im Büro des Ministerpräsidenten war", erklärte Shin Bet.
Netanyahu war im September 2009 zu einem Geheim-Besuch nach Moskau gereist, um dort über russische Pläne zum Verkauf hochmoderner Waffen an den Iran oder Syrien zu sprechen. Erst nachdem mehrere israelische Medien über die Reise berichteten, wurde sie von offizieller Seite bestätigt. Die Suche nach dem angeblichen Leck in seiner Entourage zeige das "Klima des tiefen Misstrauens", das im Umfeld von Ministerpräsident Netanyahu herrsche, hieß es im israelischen Militärrundfunk.
Symbolbild
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