Selbsttest-Straßen

„Nasenbohren amtlich“ als Test für Gastro-Öffnung

Seit Mittwoch gibt es das Pilotprojekt „Selbsttests unter Aufsicht“ in zwei Teststraßen. „Krone“-Redakteurin Elisabeth Rathenböck besuchte den Doppl:Punkt in Leonding und probierte das „Nasenbohren unter behördlicher Aufsicht“ selbst aus. Fazit: Superschnell, weniger Niesreiz. Ob Selbsttests die Kapazitäten für mögliche Gastro-Öffnungen erhöhen, bezweifelt aber Stadtchef Klaus Luger.

„Selbsttest oder normal?“, fragt mich ein junger Mann am Eingang zum Testzentrum in Leonding. „Natürlich selbst!“, sage ich. Wenn man schon das Nasenbohren behördlich bestätigt bekommt, muss Frau das ausnutzen. Eine Mitarbeiterin erklärt mir die Reihenfolge. Dann geht alles ganz schnell: Ich stecke mir das Stäbchen zuerst in das rechte, dann in das linke Nasenloch, es kitzelt weniger als sonst. Ich gebe es in das kleine Fläschchen: umrühren, Deckel drauf und schütteln. Dann drücke ich einen Tropfen aus dem Fläschchen auf die Testkassette. Das Ergebnis bekomme ich kurze Zeit später aufs Handy. Drei Wochen kann man in der Messehalle in Wels und in Leonding diese Selbsttests ausprobieren.

Digitale Lösung gesucht
Im Pilotversuch will das Land OÖ ausloten, ob die Kapazitäten so gesteigert werden können. Kommt die Öffnung der Gastronomie, werden allein in Linz 40.000 Testtermine an einem Wochenende gebraucht.

Vorbild Vorarlberg
Doch Bürgermeister Klaus Luger ist skeptisch: „Braucht man wieder medizinisches Personal für die Anerkennung, bringt es nichts.“ Er wünscht sich Tests mit QR-Code, die jeder zu Hause macht, fotografiert und mailt, wie derzeit in Vorarlberg. Die digitale Lösung wird gerade auf Länderebene diskutiert.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Sonntag, 09. Mai 2021
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