Groß war die Freude im Innviertel, als am Sonntag Bianka Möhling einen coronakonformen Gastgarten in St. Marienkirchen bei Schärding eröffnete. Das Konzept funktionierte und wird beibehalten, die Gäste hielten sich an die Vorgaben. Für Thomas Mayr-Stockinger, Wirtesprecher OÖ, ist es eine „Sache auf Messersschneide“.
15 Tische mit 50 Meter Abstand zur Betriebsstätte, Abholung mit Maske im Restaurant und Speisen sowie Getränke gab es nur in geschlossenen Behältern: Mit diesem Konzept öffnete Bianka Möhling am vergangenen Wochenende ihren coronakonformen Gastgarten vor dem Gasthaus zur tausendjährigen Linde in St. Marienkirchen bei Schärding.
Soll übersichtlich bleiben
„Wir sind sehr zufrieden. Ich habe schon Angst gehabt, dass die Gäste möglicherweise die Tische zusammenstellen. Das ist aber nicht geschehen. Für jeden, sowohl die Gäste als auch für mich, ist der Sonntag gut gelaufen“, so die Wirtin, die an ihrem Konzept mit 15 Tischen festhalten will: „Die Tische bleiben, wenn das Wetter passt, kann man sich hinsetzen. Es werden aber nicht mehr, damit es übersichtlich bleibt.“
Das Konzept wurde super angenommen. Ich habe mich bei der Polizei erkundigt, es gab keine Beschwerden oder Anzeigen.
Bianka Möhling, Wirtin in Sankt Marienkirchen bei Schärding
Konzept und „Krone“-Bericht sorgen bereits für Aufsehen: „Es haben sich schon viele Kollegen bei mir gemeldet. Ich kann ihnen aber nur sagen, dass sie sich bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft erkundigen sollen“, so Möhling.
Auf den ersten Blick ist das für mich nicht gültig. Ich sehe das daher skeptisch und empfehle es nicht weiter.
Thomas Mayr-Stockinger, Wirtesprecher OÖ
Thomas Mayr-Stockinger, Wirtsprecher OÖ, warnt: „Sobald ich aktiv Tische hinstelle, könnte es ein Problem geben. Denn wenn es ein Gastgarten ist, handelt es sich um eine Betriebsanlage und diese sind geschlossen. Egal ob sie 20, 50 oder 200 Meter von dem Gasthaus entfernt sind. Ich kann es nicht empfehlen, man begibt sich da auf Messersschneide. Die Entscheidung liegt aber bei der BH. Fakt ist, dass sich die Gastronomen ein normales Aufsperren wünschen!“
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