Produzenten jubeln

Ostereier sind eine „krisenfeste Währung“

Trotz fehlender Tourismus-Saison und Gastronomie auf Sparflamme verzeichnen die heimischen Ostereierproduzenten großteils eine gute Bilanz. Bei der Firma Schrall in Diendorf, Bezirk Tulln, ist beispielsweise von Krise keine Spur: „Die Telefone läuten wegen vieler Bestellungen in Dauerschleife“, erklärt der Unternehmer.

Die Ostersaison ist für die Familie Schrall in Diendorf, die wohl wichtigste und stressigste Zeit im Jahr. Trotz Corona ist auch heuer das Eier-Geschäft wieder voll angelaufen: „Zuerst war es schon ein wenig schleppender, denn vor allem die Sperren in Tourismus und Gastronomie haben uns bei der Frischware Sorgen bereitet. Mittlerweile hat sich die Nachfrage aber wieder eingependelt, und nun haben auch alle bemerkt, dass Ostern vor der Tür steht“, so Juniorchef Martin Schrall im „Krone“-Gespräch.

Zwischen zehn und 13 Millionen Stück gefärbte Eier

Zwar werde erst am heutigen Karfreitag so richtig abgerechnet, aber man geht schon im Vorfeld von einem stabilen Ergebnis der Hochsaison aus, Ende des Jahres sollen es insgesamt wieder zwischen zehn und 13 Millionen Stück gefärbte Eier sein. „Erst wenn die Gastronomie einmal wirklich fehlt, merkt man, wie wichtig diese Branche ist. 20 Prozent unserer Margen waren gefährdet“, betont Schrall.

Regionale Lebensmittel werden stärker gekauft

Grund für das ausgeglichene Ergebnis war nun auch die immer stärker werdende Kaufentscheidung für regionale Lebensmittel, das bestätigt auch Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Schmuckenschlager: „Hierzulande sorgen 476 Eierbauern dafür, dass auch in der Spitzenzeit zu Ostern genug heimische Ware zur Verfügung steht. Die Konsumenten schauen schließlich mittlerweile auch genau, was der Osterhase im Körberl hat.“

Josef Poyer
Josef Poyer
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