Die Vorarlberger Gastronomen rüsten sich für das anstehende Osterwochenende. Bereits jetzt zeichnet sich ein regelrechter Ansturm ab - und das macht so manchem Sorgen.
Wer sich für das Osterwochenende noch freitesten möchte, muss womöglich einigen Aufwand auf sich nehmen: Die Teststraßen in den Ballungsräumen sind schon jetzt größtenteils ausgebucht, freie Kapazitäten gibt es noch in der Peripherie. Viel deutet darauf hin, dass die Vorarlberger Gastronomiebetriebe über Ostern regelrecht überrannt werden. Willi Liepert, Inhaber der Bregenzer „Wunderbar“, rechnet jedenfalls mit einem arbeitsintensiven Wochenende: „Der Zulauf dürfte enorm sein - viele Einheimische werden einkehren wollen, dazu kommen noch die Studenten und Gäste aus den Bundesländern.“ Sorgenvoller Zusatz: „Ich hoffe, dass alles in geordneten Bahnen verlaufen wird und sich alle diszipliniert verhalten.“
Ich hoffe, dass alles in geordneten Bahnen verlaufen wird und sich alle diszipliniert verhalten.
Willi Liepert
„Komasäufer haben keinen Platz“
Bereits in den vergangenen Wochen haben „Partytouristen“ aus Tirol für gehörig Aufsehen gesorgt, insbesondere in Bregenz und am Arlberg ging es auch unter der Woche teils ordentlich zur Sache. Liepert hat dazu eine klare Meinung: „Bei mir ist jeder Gast willkommen, Komasäufer haben aber keinen Platz. Diese Exzesse schaden der Modellregion Vorarlberg massiv, wir sollten alle mit unserer Vorreiterrolle sehr verantwortungsvoll umgehen.“
Höhere Kapazitäten in Gastgärten
Um die Nachfrage im Einklang mit den geltenden Corona-Regeln decken zu können, erhöhen manche Wirte sogar schon die Kapazitäten in den Gastgärten. Die Kommunen zeigen sich diesbezüglich sehr kulant, man ist um schnelle und unbürokratische Lösungen bemüht. In Bludenz gehen Mitarbeiter der Stadt sogar aktiv auf die Gastronomen zu und fragen, ob zusätzliche Plätze im Freien benötigt werden.
Gutes Wetter und brave Gäste
Eines ist jedenfalls auch klar: Die Gastronomen werden diese Woche intensiv den Wetterbericht verfolgen. Ursprünglich hatte sich für Karfreitag eine Kaltfront angekündigt, mittlerweile sind die Aussichten aber deutlich freundlicher. Niedere Temperaturen und Niederschläge - „das wäre ohne Zweifel der Worst Case“, meint auch Liepert: „Solange sich die Gäste auf den Außen- und Innenbereich verteilen, lassen sich die Corona-Regeln gut und effizient umsetzen. Sollte aber das Wetter nicht mitspielen, könnte es turbulent werden. Dann werden viele keinen Platz mehr finden.“ Es bleibt die Hoffnung auf gutes Wetter und brave Gäste.
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