Ausgesprochen kritisch bleibt die Situation auf den Intensivstationen. Nach einer kurzzeitiogen Entspannung, rechnet man mit einem neuen Schub an Intensivpatienten.
Keine Verschnaufpause gibt es für Ärzte und Pfleger auf den burgenländischen Intensivstationen. Zwar ist die Auslastung dieser Bereiche kurzfristig von 93 Prozent (Stand Montag) auf rund 89 Prozent (Stand Dienstag) gesunken, doch die Annahme einer Entlastung trügt. Denn diese Situation ist einerseits auf einen Todesfall und andererseits auf einige Verlegungen von Patienten auf die Normalstation (wo die Auslastung dadurch weiter gestiegen ist) zurückzuführen.
Operationen bereits verschoben
„Die Situation bleibt absolut prekär“, warnt Primarius Herbert Gruber von der KRAGES einmal mehr. Man habe, wie berichtet, Operationen verschoben, Stationen geschlossen, Aufwachbetten im OP-Bereich zu Intensivbetten umgerüstet, aber mehr gehe nicht mehr.
Damit wir auch nicht akute Operationen wieder durchführen können, muss jeder seinen Beitrag leisten. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
Primarius Herbert Gruber, KRAGES
Fachgerechte Ausbildung dauer lange
Mehr Betten und Beatmungsgeräte in „Notlazaretten“ sind laut Ärzten keine wirkliche Option, weil es auch das Personal dafür brauche. Doch allein die Ausbildung zum diplomierten Intensivpfleger dauert über drei Jahre. Gruber rechnet mit einem neuen Schub an Intensivpatienten: „Wir sprechen hier möglicherweise nicht einmal von Tagen, sondern nur von Stunden.“ Immer mehr junge Patienten kämen direkt ans Beatmungsgerät.
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