Streit um Land
Schäfer und seine vier Söhne in Italien erschossen
Einer der vier Festgenommenen, der 42-jährige Ercole Vangeli, hatte sich kurz nach dem Massaker - insgesamt fielen über 40 Pistolenschüsse - der Polizei gestellt. Daraufhin wurden auch sein Bruder, dessen Sohn und Schwiegersohn verhaftet. Die Familie Vangeli besitzt einen Hof in der Nähe des Tatorts und befand sich mit dem Schäfer und seiner Familie seit Jahren im Streit um ein Grundstück.
Ein Rumäne, der für die Familie des Schäfers gearbeitet und die Taten aus der Ferne beobachtet hatte, wurde von den Ermittlern befragt. Einer der Söhne des Schäfers hatte nach dem Überfall Hilfe herbeirufen können. Er starb aber auf dem Weg ins Krankenhaus.
"Ich hatte ihre Arroganz satt"
Seit Jahren war zwischen den Opfern und den Tätern ein Streit um den Besitz von Grundstücken im Gange. Ercole Vangeli hatte den Schäfer Domenico Fontana bereits im Jahr 2007 angezeigt, nachdem dieser angeblich sein Auto in Brand gesetzt hatte. Vangeli beschwerte sich, dass Schafe im Besitz der Familie Fontana immer wieder in sein Grundstück eindrangen. Einige Opfer waren wegen Erpressung bereits vorbestraft. "Ich hatte ihre Arroganz satt", sagte Vangeli den Ermittlern.
Der ermittelnden Staatsanwalt Mario Spagnolo sprach von einem barbarischen Massaker wie im 19. Jahrhundert. "Dieses Drama ist Ausdruck der gewaltsamen Subkultur einer Bevölkerung, die die Legalität ignoriert", sagte Spagnolo.
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