Mangel an Impfdosen

Viel zu wenige Erstimmunisierungen verimpft

Vorarlberg
29.03.2021 10:59
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

9500 Immunisierungen sind an diesem Wochenende in Vorarlberg durchgeführt worden, der Großteil davon waren Zweitimpfungen. Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) macht aber Hoffnung, dass die Massenimpfungen nach Ostern endlich so richtig Fahrt aufnehmen werden - Biontech/Pfizer sei Dank.

Nur rund 1700 Menschen haben am vergangenen Impfwochenende eine Erstimpfung erhalten - das sind viel zu wenig, um das ausgegebene Impfziel auch nur ansatzweise erreichen zu können. Dennoch ist Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher nach wie vor zuversichtlich, dass bis zum Sommer all jene, die sich für eine Impfung angemeldet haben, zumindest die Erstimmunisierung erhalten werden. Der Grund für ihren Optimismus: Spätestens nach Ostern soll deutlich mehr Impfstoff den Weg nach Vorarlberg finden, allein der Hersteller Biontech/Pfizer habe 18.000 Dosen zugesagt. 

Impfwilligkeit lässt zu wünschen übrig
Die Zahl der verfügbaren Impfstoffe ist das eine Problem, jene der Impfwilligen das andere: Rund 150.000 Personen haben sich bislang im Vormerksystem des Landes eingetragen - das entspricht knapp über 40 Prozent der Impfberechtigten. Für eine effektive Eindämmung des Coronavirus müssten sich zumindest zwei Drittel der Bevölkerung immunisieren lassen, für eine echte Herdenimmunität sogar über 80 Prozent.
Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, die Impfskepsis ist bei vielen Vorarlbergern ungebrochen. Sehr anschaulich zeigt sich das am Beispiel der Elementarpädagoginnen und Lehrer: So hatten etwa Kindergärtnerinnen sowie Pädagoginnen in Betreuungsmöglichkeiten bereits die Chance, sich impfen zu lassen - von dieser Gebrauch gemacht hat allerdings nur ein Bruchteil.

Gute Nachrichten aus dem Leiblachtal
Dabei wäre es eigentlich ein Gebot der Vernunft, dass sich insbesondere jene Gruppen, die aufgrund ihrer Tätigkeit einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, impfen lassen - nicht zuletzt um andere zu schützen. Bei den Lehrern verhält es sich ähnlich: Laut Rüscher hätten sich bisher nur verhältnismäßig wenige Lehrerinnen und Lehrer im Vormerksystem angemeldet. Dabei waren es die Lehrkräfte selbst, die in der vergangenen Woche in einem offenen Brief an die Landesregierung die Aussetzung der Impfpriorisierung für ihre Berufsgruppe harsch kritisiert hatten.Gute Nachrichten gibt’s indes aus dem Leiblachtal: Seit Mittwoch haben sich in Vorarlbergs „Corona-Problemregion“ über 14.400 (!) Menschen testen lassen, nur in zwölf Fällen war das Ergebnis positiv. Es spricht also viel dafür, dass die Ausreisebeschränkungen bald wieder aufgehoben werden.

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