Anstieg in Vorwoche

Corona-Sterbezahlen: Noch kein „Impfeffekt“

Österreich
26.03.2021 09:03

In Alters- und Pflegeheimen ist ein eintretender „Impfeffekt“ bereits erkennbar, jedoch bislang nicht in der breiten Bevölkerung. Denn auch in der Altersgruppe ab 85 Jahren ist die Zahl der Corona-Todesfälle in der Vorwoche wieder angestiegen.

Die Sterblichkeit stieg in dieser Altersgruppe von 21,2 auf 33,6 Tote pro 100.000 Einwohner, wie aus der APA vorliegenden Zahlen der Gesundheit Österreich hervorgeht. Das entspricht einem Anstieg von 48 auf 76 verstorbenen Personen ab 85 Jahren.

155 Menschen starben laut Statistik in der Vorwoche insgesamt an den Folgen des Coronavirus. Das ist mehr als in der Woche davor, allerdings um elf Prozent niedriger als in der zweiten Februarwoche, als 174 Todesfälle verzeichnet werden mussten. Sehr ähnlich verhielt es sich in diesen Zeiträumen mit der Zahl der Todesopfer ab 85 Jahren. In der zweiten Februarwoche waren es 34 pro 100.000 Einwohner, danach mit bis zu 21 merklich weniger. Nun steigen die Werte wieder.

Kurzfristiger Ausreißer nach oben?
Allerdings ist bislang unklar, ob es sich bei dem neuerlichen Anstieg in der Vorwoche womöglich nur um einen kurzfristigen Ausreißer in der ältesten Gruppe der Bevölkerung handelt. Der Impfschutz bei den Über-85-Jährigen sei zwar bereits weit fortgeschritten, jedoch noch nicht flächendeckend, betonte Florian Bachner von der Gesundheit Österreich. Knapp sechs von zehn Über-85-Jährige hätten zuletzt ihre erste Impfung erhalten, etwa ein Drittel die zweite.

Wie eingangs erwähnt, trat jedoch in den Alters- und Pflegeheimen bereits ein Effekt ein: So habe die Impfung die Sterblichkeit laut Bachner in besagten Betreuungseinrichtungen „drastisch reduziert“.

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