26.03.2021 09:00 |

Soldaten kochten

Armeefeuer tötet 5 Elefanten im kenianischen Busch

Mehr als 1000 Soldaten der britischen Armee nehmen derzeit in Kenia an Militärübungen teil. Einige Kameraden wollten sich am Mittwoch in der Nähe des Truppenübungsplatzes Lolldaiga mit einem Campingkocher eine Mahlzeit zubereiten. Eine Flamme schlug auf trockenes Gras über, in kurzer Zeit wüteten auf einer Fläche von etwa 8000 Hektar verheerende Brände. Vier Elefanten fielen dieser Leichtsinnigkeit zum Opfer.

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Hunderte Soldaten wurden herangezogen, um den Feuern auf dem trockenen Buschland Herr zu werden. Schließlich warfen kenianische und britische Helikopter tonnenweise Wasser auf die Brandherde ab, berichtet „dailymail.co.uk“. Alle militärischen Übungen wurden sofort ausgesetzt.

Für vier Elefanten jedoch kam jede Rettung zu spät. Die Dickhäuter waren in einer Art Gehege, welches durch einen elektrischen Zaun gesichert war, gefangen. Dieses war angelegt worden, um die Tiere vom Truppenübungsplatz der Soldaten fernzuhalten. Menschen wurden nicht verletzt.

Leuchtrakete tötete Elefantenkalb
Bereits letzte Woche soll ein Elefantenkalb im Rahmen einer militärischen Übung getötet worden sein. Bei dem Vorfall sollen Beamte der Royal Military Police eine Leuchtrakete gezündet haben, um eine Elefantenherde zu vertreiben. Diese aber soll einen Busch angezündet haben, ein Brand schloss das Kalb ein, dieses verendete daraufhin.

Verteidigungsministerium gab Stellungnahme ab
Einige Soldaten machten ihrem Frust über die Brände in sozialen Medien Luft. Auch das Verteidigungsministerium gab eine Stellungnahme ab: „Wir können bestätigen, dass es während einer von Großbritannien geleiteten Übung in Kenia zu einem Brand gekommen ist und dass die Ermittlungen laufen.“ Man werde der lokalen Bevölkerung helfen, Ressourcen einsetzen, um die Brände einzudämmen und eng mit den kenianischen Behörden zusammenarbeiten.

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