Erstmals wurden in Niederösterreich Jugendliche befragt, welchen Stellenwert die Pflege bei ihrer Berufsplanung einnimmt. Und das Ergebnis ist ernüchternd – vor allem wenn man um die steigende Notwendigkeit dieser Jobs in der Zukunft weiß. „Die Studie zeigt deutlich, dass der Pflegeberuf derzeit keine allzu attraktive Option für junge Menschen ist“, fasst Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer NÖ zusammen.
Nur 17 Prozent der Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren können sich auf jeden Fall vorstellen, einen Beruf im Pflegebereich zu ergreifen. Knapp die Hälfte davon würde aber mit Jungen oder Kindern arbeiten wollen. Nur für ein Drittel wäre auch eine Tätigkeit mit Senioren vorstellbar. Und die jungen Menschen wissen, wovon sie sprechen: Jeder Zweite hat bereits bei der Betreuung älterer Familienmitglieder geholfen.
Geld, Sicherheit und Chancen sind wichtig
Immerhin wäre für 24 Prozent aller Befragten ein Pflegejob dann interessant, wenn die Rahmenbedingungen dafür verbessert würden. Genau da hakt Wieser ein: „Es bedarf einer Aufwertung dieser Tätigkeiten in allen Belangen.“ Denn bei der Arbeiterkammer weiß man genau, was Jugendlichen bei der Berufswahl wichtig ist. Für 57 Prozent steht gute Bezahlung im Mittelpunkt, knapp die Hälfte legt Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz, und 45 Prozent wollen im Job ausreichende Aufstiegschancen haben.
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