So wenige Delikte wie vergangenes Jahr, gab es in Oberösterreich noch nie. Insgesamt konnte die Polizei 43.201 Tatverdächtige ausforschen. Bei den Nationalitäten gab es trotz der Grenzschließungen und -kontrollen keine großartigen Verschiebungen. Auch 2020 war jeder dritte Straftäter ein Ausländer.
2016 war der Anteil der fremden Tatverdächtigen erstmals über die 30 Prozent-Marke gestiegen und pendelte sich seitdem stabil bei einem Drittel ein. Bei den „üblichen Verdächtigen“ überholten Bosnier im Vergleich zu 2016 die Türken. Rumänen und Deutsche sind seit Jahren auf den ersten beiden Plätzen im „Gaunerranking“ zu finden.
Ungarn verdoppelten sich
Interessant ist aber, dass es trotz der Grenzschließungen keine großartigen Verschiebungen bei der Herkunft der Straftäter gab – siehe Grafik unten. Auffällig ist, dass die Anzahl der straffälligen Ungarn sich seit 2016 fast verdoppelt hat. Deutlich gesunken ist die Zahl der ausgeforschten Afghanen – von 919 im Jahr 2016 auf 673 im Vorjahr. Negativ aufgeholt haben die Syrer, die 2016 in den „Ganoven-Top-10“ noch gar nicht vorgekommen waren.
Weniger straffällige Asylwerber
„Dafür pendelte sich die Anzahl der tatverdächtigen Asylwerber auf einem Niveau wie vor der Flüchtlingskrise 2015 ein“, weiß Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Waren es 2017 zwischenzeitlich um die 2700 Aslwerber, waren es 2020 „nur“ 1220, die straffällig wurden. Das kann aber natürlich auch mit dem generellen Rückgang an Straften zusammenhängen.
Oberösterreich führt im Bundesländervergleich
2020 wurden mit 59.832 Delikten so wenige Anzeigen wie noch nie in Oberösterreich gezählt und die Aufklärungsquote ist so hoch wie noch nie. „Mit dieser Zahl sind wir ganz weit vorne in Österreich“, freut man sich bei der Exekutive in Oberösterreich über die Erfolge.
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