Unser einst sehr geschätzter Nachbar Markus Söder wirft uns Tirolern seit einem Jahr Prügel vor die Beine. Wann immer es nur geht. Wegen unserer Standhaftigkeit in der Verkehrspolitik.
Bayerns CSU-Politiker, allen voran Ministerpräsident Markus Söder, werfen den Tirolern seit Ausbruch der Corona-Pandemie Prügel vor die Füße - wann und wo immer es auch nur geht. Trauriger Höhepunkt ist die aktuelle Grenzschließung, die vorerst ja noch bis zum 17. März andauert. Manche vergleichen das Vorgehen Söders mittlerweile sogar mit der 1000-Mark-Sperre. Mit dieser Aktion wollte man zwischen 1933 und 1936 die österreichische Wirtschaft schädigen ...
Söders Aktionen richten sich bekanntlich allesamt gegen die Tiroler Verkehrspolitik. Er will freie Fahrt durch Tirol. Tag und Nacht, sieben Tage pro Woche. Und da ist ihm jede Schikane recht: Ischgl- und Tirol-Bashing, rigorose Grenzkontrollen und auch der Boykott wichtiger Infrastruktur-Maßnahmen.
So richtet sich eine aktuelle Schikane gegen den Brenner Basistunnel. Konkret geht es um die CSU-Haltung bei den Zulaufstrecken zwischen Rosenheim und Kufstein. Bei deren Bau treten die Bayern derzeit massiv auf die Bremse. Wohl wissend, dass der Brennertunnel ohne Zulaufstrecken komplett sinnlos ist.
LA Andreas Leitgeb (Neos) ist ob der Haltung sprach- und fassungslos: „Hier tut sich eine geschlossene Front der bayerischen Regierung auf und stellt die Notwendigkeit des Ausbaus der Schieneninfrastruktur im eigenen Land in Frage, während Italien und Österreich längst an der Umsetzung des milliardenschweren EU-Infrastrukturprojekts arbeiten. Wahljahr hin oder her – eine europäische Anstrengung wie den Brennertunnel derart zu torpedieren ist schlicht und einfach falsch!“
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