Das Kriseninterventionsteam „KIT“ betreut Menschen nach plötzlichen Todesfällen von Angehörigen. Im Jahr 2020 rückte das KIT coronabedingt deutlich weniger oft aus als im Jahr zuvor. Es zeigte sich aber, dass diese hochsensible Art der Betreuung ohne den persönlichen Kontakt nicht auskommen kann.
Insgesamt wurde das Team der Krisenintervention & Notfallseelsorge Vorarlberg (KIT) im vergangenen Jahr zu 217 Einsätzen gerufen, im Jahr zuvor waren es 252. Während des ersten Lockdowns wurde die Betreuung für sieben Wochen eingestellt - zum Schutz der Betroffenen und Mitarbeiter. In dieser Zeit boten die KIT-Mitarbeiter ihre Leistungen telefonisch an. „Stirbt ein Familienmitglied plötzlich, dann ist der Schock groß. Gerade in dieser Situation ist es wesentlich, dass jemand da ist - und sei es nur, um erst einmal gemeinsam zu schweigen“, erklärt KIT-Koordinator Thomas Stubler.
Stirbt ein Familienmitglied plötzlich, dann ist der Schock groß. Gerade in dieser Situation ist es wesentlich, dass jemand da ist - und sei es nur, um erst einmal gemeinsam zu schweigen
KIT-Koordinator Thomas Stubler
Ehrenamtliche Mitarbeiter
Diese Begleitung funktioniert aber nicht über’s Telefon, deswegen rückt das KIT wieder aus - mit FFP2-Masken. Die meisten Einsätze, zu denen das KIT gerufen wurde, waren plötzliche Todesfälle (79), gefolgt von schweren Unfällen (51), dem Überbringen von Todesnachrichten (38) und Suizide (29). Die KIT-Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich und haben im vergangenen Jahr 1077 Einsatzstunden erbracht.
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