Drei Millionen Euro

22 Assistenzprofessoren klagen Fachhochschule OÖ

Neue Vorwürfe gegen die Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ)! Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH) kommt nun das Landesgericht Wels in einem weiteren Gerichtsverfahren betreffend Vordienstzeiten zum Schluss, dass die FH OÖ mindestens 30 Assistenzprofessorinnen und -professoren im Schnitt zwischen vier und sechs Jahre zu wenig an Vordienstzeiten anrechnete. Dadurch bekamen die Betroffenen jahrelang zu geringe Gehälter bezahlt.

„Ein derartiges Fehlverhalten ist einer Fachhochschule nicht würdig. Den Betroffenen muss das Geld, das ihnen zusteht, umgehend überwiesen werden“, ist AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer empört. Außerdem soll FH-Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger seit dem OGH-Urteil vom Dezember 2020 vehement die Nachzahlung der Gehaltsdifferenzen verhindert und nun auch das Urteil des Landesgerichtes Wels ignoriert haben. Daher hat nun die AK Oberösterreich als nächsten Schritt für vorerst einmal 22 FH-Professoren Klagen beim Landesgericht Wels eingebracht. Streitwert: 3 Millionen Euro.

Umstieg in schlechteres Gehaltsschema
Die betroffenen Arbeitnehmer/-innen wurden zuvor in Einzelgesprächen dazu gedrängt, ohne Nachzahlung auf ein neues, viel schlechteres Gehaltsschema umzusteigen. Denjenigen, die ihren Unmut darüber äußerten, wurde die Auflösung des Arbeitsverhältnisses "angeboten". Auch die Abhaltung von Lehrveranstaltungen wurde den klagenden Professoren/-innen entzogen. Arbeiterkammer

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Montag, 19. April 2021
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