Vonseiten des Burgenland Tourismus wurde zuletzt eine Umfrage bei Leitbetrieben durchgeführt. "Wir haben sehr gute Rückmeldungen bekommen", so Baier: "Die meisten liegen zur Zeit bei einer Auslastung zwischen 70 und 100 Prozent, was sehr gut ist auch nach einem schon sehr starken Winter 2009/2010." Ab dem 25. Dezember sowie über Silvester seien die großen Hotels weitestgehend ausgebucht. In den kleineren Betrieben und in den unteren Kategorien gebe es aber durchaus noch Zimmer.
"Man kann auch in Thermen Silvester feiern"
Viele Betriebe hätten sich bemüht, für die Zeit über die Weihnachtsfeiertage sowie um den Jahreswechsel attraktive Pauschalen zusammenzustellen. Den Gästen würden in den Hotels und den Thermen Unterhaltungsprogramme offeriert, die vom Gesundheitsurlaub über sportliche Aktivitäten bis zu Gala-Diners reichen, wie dies etwa auch in Skigebieten angeboten werde. "Man kann auch in den burgenländischen Thermen Silvester feiern", so Baier. Die Publikumsthermen stünden im Rahmen der Betriebszeiten auch Tagesgästen offen.
Thermengäste bleiben bis zu einer Woche in Region
Über das ganze Jahr hätten sich bei den Thermen gute Ergebnisse abgezeichnet. Man merke, dass der Thermenurlaub eine wirkliche Alternative zum Wintersport und zum Skiurlaub darstelle, besonders bei der Zielgruppe 50-plus, sagte Baier. Im Winter sei die Aufenthaltsdauer der Gäste eher länger als jene der klassischen Wellness- und Gesundheitsurlauber während des Jahres. Die Thermengäste blieben durchaus vier, fünf Tage bis zu einer Woche in der Region. Dabei würden auch andere touristische Leistungen in Anspruch genommen und die lokale Gastronomie miteinbezogen.
Bis zu 600.000 Nächtigungen in Wintermonaten
Das Burgenland habe der Krise getrotzt und sie gut überstanden, meinte Baier. Die Nächtigungsbilanz weise für heuer von Jänner bis Oktober ein Plus von 1,7 Prozent aus. Die Betriebe hätten "nicht an der Preisschraube gedreht". Stattdessen sei versucht worden, in den Packages bessere Leistung zum gleichen Preis anzubieten. Obwohl das Burgenland keine Wintersportregion sei, verzeichne man dennoch über die Wintermonate im Zeitraum von November bis März eine beachtliche Zahl von Übernachtungen. "Das liegt im Bereich von 500.000, 600.000 Nächtigungen, was eigentlich für eine Nicht-Wintersportregion doch sehr hoch ist", so der Tourismuschef.
Die Herkunft der Gäste konzentriere sich rund um Weihnachten und den Jahreswechsel auf den Nahbereich sowie Wien, Ober- und Niederösterreich sowie die Steiermark. Von den ausländischen Gästen verbrächten besonders Ungarn die Feiertage im Burgenland. Auch Urlauber aus dem Großraum Bratislava seien in der Statistik spürbar, während die deutschen Gäste im Winter eher die westlichen Bundesländer besuchten.
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