Intensive Arbeiten
Nordkorea steht offenbar vor neuem Atomtest
Der Stollen sei bereits 500 Meter tief und könne im März oder Mai die erforderliche Tiefe von einem Kilometer erreicht haben. Am Yongbyon-Atomkomplex (siehe Bild), der wichtigsten Anlage des Landes, gingen Bauarbeiten zudem schneller als bisher voran, berichtete das Blatt weiter. Im November war dort eine bisher unbekannte Anlage zur Uran-Anreicherung entdeckt worden.
Das international weitgehend isolierte Land könnte nach vorherigen Angaben des Südens in mehr Anlagen Uran anreichern als bisher bekannt. Nordkorea habe vermutlich weitere Atomanlagen außerhalb des zentralen Komplexes Yongbyon, sagte der südkoreanische Außenminister Kim Sung Hwan am Dienstag. Eine Anzahl nannte er nicht. Mit hochangereichertem Uran können Atombomben gebaut werden.
Nordkorea könnte einen neuen Test als Druckmittel in Verhandlungen über sein Atomprogramm nutzen. Das Land versucht, Zugeständnisse und Hilfen - etwa für seine marode Wirtschaft - aus dem Ausland zu bekommen. Der erste Atomtest Nordkoreas im Jahr 2006 brachte nur eine kleine Explosion hervor, was auf Probleme mit der Konstruktion der Bombe oder mit dem Plutonium im Kern hindeutete. Drei Jahre später hatte ein zweiter Test eine größere Sprengkraft.
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