15.12.2010 16:16 |

Raub in Las Vegas

Beute im Wert von 1,5 Mio. Dollar laut Experten wertlos

Nach dem spektakulären Casinoraub in Las Vegas führt immer noch keine Spur zum Räuber. Der Mann entkam nach dem Überfall auf das weltberühmte Bellagio mit Jetons im Wert von 1,5 Millionen Dollar. Experten sprechen nun davon, dass der Räuber mit seiner Beute nicht glücklich werden wird, da die Chips mit Seriennummern oder Microchips versehen sein sollen – so wird der Täter sie möglicherweise niemals eintauschen können.

Der bewaffnete Mann fuhr in der Nacht auf Dienstag mit seinem Motorrad beim vornehmen Bellagio-Casino vor, rannte schnurstracks auf die Würfeltische zu und sammelte alle Jetons blitzschnell ein, während er die Anwesenden mit einer Waffe bedrohte.

"Er parkte, lief rein, führte den Raub aus und lief wieder raus", sagte Ermittler Clint Nichols der Zeitung "Las Vegas Review-Journal". Alles habe sich innerhalb von zwei bis drei Minuten abgespielt. Während des Überfalls wurde kein Schuss abgefeuert und niemand verletzt.

Seriennummern könnten Strich durch die Rechnung machen
Der Räuber dürfte es nach Ansicht von Experten schwer haben, die Jetons einzutauschen. Es gebe keine Möglichkeit, sie zu Bargeld zu machen, sagte Sicherheitsexperte Jeff Voyles dem Sender Fox5 Las Vegas. Die Chips seien zwischen 100 und 25.000 Dollar wert. Vor allem die Jetons mit höherem Nennwert dürften Seriennummern haben oder mit einem Mikrochip ausgestattet sein, mit dem sie identifiziert werden könnten, sagte Voyles.

Der Täter wird laut Polizei verdächtigt, in der vergangenen Woche bereits einen ähnlichen Überfall auf das Sunset-Casino verübt zu haben, bei dem Spielchips im Wert von 20.000 Dollar entwendet wurden. Der Raub im Bellagio war bereits der zehnte Überfall in diesem Jahr auf ein Casino im Raum Las Vegas, berichtete die Polizei.

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