Eine Kärntnerin aus dem Gailtal macht mit Legofiguren auf die schwierige Lage der Hotels aufmerksam: Die Idee hat schon halb Europa erobert.
Von der Toskana bis an die Nordsee: Überall checken derzeit in die Hotels Spielfiguren als Gäste ein - denn echte gibt es ja nicht, wie Marianne Daberer vom Biohotel Daberer in St. Daniel im Gailtal bedauert: „Wir haben seit 2. November geschlossen und die Perspektiven ändern sich ständig. Es ist eine extrem schwierige und herausfordernde Situation.“
Charme und Augenzwinkern
Als ihre Kinder mit Lego im Schnee spielten, kam ihr also die Idee, auf die Lage im Tourismus aufmerksam zu machen - nicht mit Ärger, Beschimpfungen und herber Kritik, wie andere es machen, sondern mit Charme und Augenzwinkern. „Es war eine spontane Aktion, Marke Eigenbau“, erzählt die Unternehmerin. Keine Werbeagentur war beteiligt; blitzschnell ließ sie die Figuren - auf „Ella Endlich“ und „Farian Urlaub“ getauft - als Gäste bei sich einziehen und postete die Fotos unter #legostattgaeste im Internet.
Großer Zuspruch
„Das Echo war gewaltig. Viele Tourismusregionen sind begeistert und machen mit, ebenso Kollegen aus vielen Ländern.“ Die bunten Plastikmännchen dürfen reisen, essen, Ski fahren, tanzen. „Das Problem ist, dass wir derzeit wenig Geschichten zu erzählen haben - das wollte ich ändern“, sagt die Hotelière, deren Familienbetrieb mit 50 Mitarbeitern der Öffnung entgegenfiebert. „Bis dahin gibt es Online-Schulungen und Vorarbeiten für neue Projekte.“ Fad wird Ella und Farian also nicht.
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