02.03.2021 06:22 |

Gemeinderatswahl 2021

Der Kampf um den Lindwurm geht in die zweite Runde

Die SP-Bürgermeisterin Mathiaschitz ist dank der Briefwähler wieder auf der Überholspur. „Team Kärnten“-Spitzenkandidat Christian Scheider kommt auf zwei Stadträte und elf Gemeinderatsmandate: „Bin motiviert“. Nur 40,7 Prozent aller Wahlberechtigten in der Landeshauptstadt machten ihr Kreuzerl!

Elf Mandate im Gemeinderat, zwei Stadträte und eine echte Chance auf den Bürgermeistersessel - diese für ihn durchaus positive Bilanz zog Christian Scheider, der Team Kärnten-Spitzenkandidat und ehemalige FP-Bürgermeister von Klagenfurt, nachdem Montag das endgültige Ergebnis der Gemeinderatswahl samt Briefwahlstimmen bekannt geworden war. Lag Scheider am Sonntag noch vor Stadtchefin Maria-Luise Mathiaschitz (SP), so findet er sich inzwischen mit 30,55 Prozent auf dem zweiten Platz: Mathiaschitz erreicht 33,38 Prozent - künftig werden 15 Gemeinderatssitze rot gefärbt sein.

Für die Bürgermeisterin ein zufriedenstellendes Ergebnis: „Ich freue mich! Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, die Menschen in den nächsten 14 Tagen von uns zu überzeugen. Wir haben die letzten sechs Jahre gut gearbeitet. Wir werden nun aufzeigen, wie wir die Stadt übernommen haben und wie sie heute da steht. Wir brauchen hier keinen Vergleich zu scheuen. Die Bevölkerung muss nun entscheiden, ob wir diesen Weg weitergehen oder ob wir zur Sprunghaftigkeit zurückkehren werden.“

SP setzt auf Nichtwähler
Mit den Corona-Regeln sei es zwar schwer, doch soweit möglich will Mathiaschitz bis zur Stichwahl in persönlichen Kontakt mit den Wählern treten: „Ich möchte vor allem die Hälfte der Nichtwähler überzeugen.“ Und davon gibt es eine ganze Menge: In der Landeshauptstadt haben nur 40,7 Prozent aller Wahlberechtigten den Gang zur Urne gewagt. „Ein Grund ist die Pandemie. Aber ich will den Menschen mitgeben, dass es nicht egal ist, wer Bürgermeister wird!“, so Mathiaschitz.

Stark auf Social Media
Ihr Herausforderer Scheider ist mehr als zufrieden mit seinem Top-Ergebnis und motiviert für die kommenden zwei Wochen: „Das ist wie beim Skifahren, das ist jetzt eine Zwischenzeit. Das Endresultat folgt in 14 Tagen. Nun hängt es davon ab, wer den längeren Atem hat. Wir sind sehr gut auf Social Media vertreten und auch stark im persönlichen Kontakt. Wir machen weiter wie bisher.“ Das meint Scheider ernst - denn bereits in der Nacht auf Sonntag hat sein Team Kärnten die Stadt neu plakatieren lassen: „Wer sie nicht will, wählt Christian“, steht in großen Lettern auf den Transparenten.

FP rasselt auf Platz 4: Muss Germ gehen?
Von Platz zwei auf Platz vier, auf 10,78 Prozent abgestürzt sind die Blauen, deren Parteichef Wolfgang Germ nun um seinen Posten zittern muss: „Diese Woche haben wir eine Sitzung, da wird die Mehrheit der Partei darüber entscheiden, ob ich weiter in der Stadtpolitik bleibe.“ Das ernüchternde Resultat besprechen wollen auch die Grünen.

Wunschlos glücklich ist Janos Juvan, dessen Neos auf 6,15 Prozent und drei Mandate im Gemeinderat kommen.

Clara Milena Steiner
Clara Milena Steiner
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