Weihnachten im Häfn

Christfest wird für Seelsorger zur Herausforderung

Oberösterreich
13.12.2010 16:55
Zu Hause im Gefängnis, Weihnachten hinter Gittern: Für die 400 Insassen der Justizanstalt Garsten und die drei Seelsorger Friedrich Rössler, Gudrun Schnaubelt und Georg Kamptner (im Bild von links) ist das Christfest immer auch eine große Herausforderung. Den Häftlingen wird zu den Feiertagen ihr verpfuschtes Leben oft doppelt bewusst.

Der Auftrag für die Gefangenenseelsorge steht schon in der Bibel, deshalb besuchen auch die Bischöfe jede Weihnachten die Menschen in den Justizanstalten. Garsten ist eine von drei Strafvollzugsanstalten in Österreich, wo die Insassen Strafen von mehr als 18 Monaten bis lebenslang verbüßen müssen.

Pastoralassistentin Gudrun Schnaubelt ist auch in der U–Haft-Außenstelle in Steyr tätig und weiß, dass diese Ausnahmesituation  Stress pur bedeutet. "'Wenn sonst alles wegbricht, seid ihr da' – dieser Satz zeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist." Ihr Kollege Georg Kamptner kümmert sich mit seinen beide Kollegen um 70 der 400 Gefangenen. Das Trio führt im Jahr etwa 700 Einzelgespräche.

Kronen Zeitung

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