Die größten Neuschneemengen von Freitag bis Sonntag fielen durchwegs im Unterland, wie Wettertechniker Christian Pranger von der ZAMG Innsbruck für die "Tiroler Krone" erhob: "Hinter Hochfilzen mit 110 Zentimeter folgen Kössen mit 104, die Ehrenbachhöhe bei Kitzbühel mit 70, Kufstein mit 54, Seefeld mit 53 und Kitzbühel mit 49 Zentimeter. Interessant: Reutte bekam 28 Zentimeter, St. Anton gar nur 12 Zentimeter ab. Südlich des Alpenhauptkammes blieb es nahezu trocken, in Lienz waren es nur 3 Zentimeter."
Hochfilzen ist auch jene Ortschaft mit der größten Gesamtschneemenge von Tirol: 85 Zentimeter. Pranger: "Lediglich von den Bergstationen Pitztaler Gletscher mit 167 Zentimeter und von der Ehrenbachhöhe mit 90 Zentimeter wird eine größere Höhe gemeldet."
Am Innsbrucker Flughafen wurden in 36 Stunden 24 Zentimeter Neuschnee gemessen, die Gesamtschneehöhe liegt bei 17 Zentimeter - und das ist mehr als in Lienz mit 13.
Während der Schneefälle war es zum Teil im Hochgebirge stürmisch - etwa mit 133 km/h auf dem Patscherkofel. Der Tiroler Lawinenwarndienst gibt die Gefahrenstufe 3 ("erheblich") aus.
Die großen Schneefälle sind vorläufig vorüber, stattdessen zieht klirrende Kälte mit Dauerfrost ins Land ein: Am Dienstag bleiben die Temperaturen durchwegs im Minusbereich - drei Grad unter Null wird als Höchstwert erwartet. Auch am Mittwoch ist mit Dauerfrost zu rechnen, es könnte leicht schneien. Plusgrade scheinen erst ab Freitag wieder möglich. Ob das gefürchtete "Weihnachtstauwetter" kommt, steht derzeit noch in den Sternen.
von Günther Krauthackl, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.