Sogar mehr Verkehr:

Virus „bremst“ Lkw nicht aus

Niederösterreich
27.02.2021 08:00
Porträt von Christoph Weisgram
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Christoph Weisgram und Niederösterreich-Krone

Wer meint, dass der Schwerverkehr wegen der Coronakrise stark zurückgegangen wäre, irrt. Mancherorts waren mehr Lkw unterwegs.

Wirtschaftskrise, Lockdowns, vielerlei Einschränkungen – da sollte man annehmen, dass weniger Güter quer durchs Land transportiert werden. Doch das stimmt nur bedingt. Denn wie eine aktuelle Studie des Verkehrsclubs (VCÖ) zeigt, ist der Lkw-Verkehr auf Niederösterreichs Autobahnen und Schnellstraßen im vergangenen Jahr nicht wirklich spürbar zurückgegangen.

So wurden etwa am heimischen Lkw-Hotspot – der A2 im Bezirk Mödling – trotz Corona mehr als 4,6 Millionen Lastwagen gezählt, gerade einmal 77.000 weniger als in „normalen“ Jahren. Deutlicher waren die Rückgänge indes auf der A21 und der Ostautobahn.

Zitat Icon

Nach der Krise wäre ein Ausbau der Straßen kontraproduktiv, denn damit würde man mehr Platz für den Lkw-Transit schaffen. Stattdessen gehört Güterverkehr vermehrt auf die Schiene.

Michael Schwendinger, Verkehrsclub Österreich (VCÖ)

Auf einigen Strecken hat der Schwerverkehr 2020 sogar zugelegt – beispielsweise auf der S1 bei Schwechat oder der Weinviertel-Schnellstraße bei Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn.

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