Duo schweigt

Kripo beißt bei Profi-Bankräubern auf Granit

Oberösterreich
12.12.2010 17:46
Für Profi-Verbrecher zählt nur eines: die "Omertá", das Gesetz des Schweigens. Und genau daran hält sich auch jenes Gauner-Duo, das im September in nur acht Tagen die Raiffeisenfiliale in der Linzer Landstraße zwei Mal überfallen haben soll. Das Duo sitzt seit zehn Wochen in U-Haft, doch die Ermittler beißen auf Granit.

Unmaskiert, nur mit Sonnenbrillen getarnt und einem frechen Grinsen im Gesicht hatten zwei Verbrecher erstmals am 13. September um 11.59 Uhr die Raiffeisenfiliale in der Linzer Landstraße gegenüber dem Passage überfallen. Am 21. September schlug dasselbe Duo erneut zu, spazierte um 14.50 Uhr siegessicher erneut in die Bankfiliale. Und wirklich konnte das ebenso kaltblütige wie kaltschnäuzige Duo entkommen.

Doch bei einem weiteren Coup in Hamburg konnten die beiden Verdächtigen, ein Slowake und ein Tscheche, endlich gefasst werden. Sie sind für einen Überfall am 10. September in München, die beiden am 13. und 21. September in Linz sowie für den letzten Bankraub am 7. Oktober in Hamburg verdächtig, schweigen aber seit ihrer Festnahme wie ein Grab.

Eine Strategie, die Kriminalisten in Deutschland und Oberösterreich viel Arbeit beschert: Sie müssen Indizien für eine Anklage sammeln. Bei den beiden Linzer Überfällen fehlen DNA-Beweise, dafür gibt es sehr gute Aufnahmen aus den Überwachungskameras. Ob diese Fotos als Bildbeweis vor Gericht ausreichen, wagen auch Ermittler des Landeskriminalamts nicht zu beurteilen. Sicherheitsdirektor Alois Lißl: "Die deutschen Kollegen untersuchen noch den Fall in München. Da heißt es für uns vorerst weiter auf Ergebnisse warten."

Kronen Zeitung

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