Beim Aufbau der Primärversorgungszentren für die Gesundheitsversorgung ist in Tirol Sand im Getriebe. „Die Ärztekammer steht auf der Bremse.“ Mit dieser Aussage ließ Andreas Huss von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) in einem „Krone“-Interview aufhorchen. „Stimmt nicht“, kontert Ärztekammer-Direktor Günter Atzl. Die Mediziner seien bereit.
Primärversorgungszentren mit Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten sollen die hausärztliche Versorgung in Zukunft ergänzen. In Tirol gibt es im Gegensatz zu anderen Bundesländern aber immer noch kein einziges Zentrum. In einem „Krone“-Interview hatte Andreas Huss, Obmann-Stellvertreter der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) gemeint, die Ärztekammer stehe auf der Bremse.
„In mehreren Regionen schon Vorarbeiten“
„Stimmt nicht“, entgegnet Tirols Ärztekammer-Direktor Günter Atzl. Er zählt die Regionen Stubaital, Mittelgebirge und Landeck auf, wo Mediziner schon viel Vorarbeit für so ein Zentrum geleistet hätten. Allerdings: „Einige Monate haben wir von der ÖGK nichts gehört, den ersten Termin jetzt im März bekommen.“ Über Abrechnung und Form der Kooperation müsse noch verhandelt werden, sagt Atzl: „Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist aber groß.“ Dass sich bis 2022 sieben Zentren - wie von der ÖGK geplant - ausgehen, bezweifelt Atzl allerdings.
Claudia Thurner, Kronen Zeitung
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