Jener 16-jährige Afghane, der am Sonntag als Tatverdächtiger nach einer Messerattacke auf einen Syrer (19) in Linz-Ebelsberg festgenommen worden war, legte ein Geständnis ab. Angeblich hatte der 19-Jährige eine Beziehung zwischen dem Burschen und seiner Schwester zu verhindern versucht. Die Bluttat sei aus Notwehr passiert.
„Der Tatverdächtige war bei der Einvernahme geständig, er spricht allerdings von Notwehr“, berichtet Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz.
Blutige Aussprache
Bei der blutigen Aussprache am Valentinstag in Linz war offenbar das Werben des 16-jährigen Afghanen um die Gunst der Schwester des Syrers (19) das zentrale Thema. Der Ältere wollte angeblich nicht, dass der Verdächtige weiter Online-Kontakt zu seiner Schwester sucht. Das hatte bereits in der Vergangenheit für Unmut gesorgt.
Nicht erwünscht
Der Afghane soll dennoch nicht davon abgelassen haben. Der in Traun lebende Bruder der Angebeteten wollte bei der nächtlichen Aussprache am Sonntag vor der NMS 23 in Ebelsberg ein für allemal klarstellen, dass die syrische Familie ein solches Verhalten absolut nicht wünscht.
Wieder auf freiem Fuß
Beim Treffen war auch ein 15-jähriger Cousin des Afghanen dabei, der später ebenfalls festgenommen wurde, sich aber wieder auf freiem Fuß befindet. Die Auseinandersetzung verlief sehr hitzig. Der 16-Jährige soll schließlich ein Messer gezückt und dreimal damit auf den Rivalen eingestochen haben. Die Cousins wurden in einer Wohnung unweit des Tatorts festgenommen. Das schwer verletzte Opfer befindet sich nach einer OP nicht mehr in Lebensgefahr.
Kein unbeschriebenes Blatt
Beim Hauptverdächtigen handelt es sich übrigens um kein „unbeschriebenes Blatt“ – er ist einschlägig vorbestraft und hat auch noch eine Haftstrafe offen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.