"Völlig überarbeitet"

Viagra-Chef Kindler kann nicht mehr – und dankt ab

Ausland
06.12.2010 23:08
Pfizer-Chef Jeffrey Kindler wirft das Handtuch. Nach vier Jahren an der Spitze des Pharmariesen, der vor allem durch die Potenzpille Viagra bekannt ist, dankt der Top-Manager nun ab. Die Arbeit habe ihn zu sehr ausgelaugt.

Eigenen Angaben zufolge ist Kindler vollkommen überarbeitet und freut sich jetzt auf seine wohlverdiente Erholung. „Die letzte Zeit war für mich persönlich ziemlich fordernd. Ich bin begeistert von der Aussicht, meine Batterien aufzuladen und mich auf die nächste Herausforderung in meiner Karriere vorzubereiten“, so der 55-jährige Manager.

Sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag für ein Unternehmen da zu sein und alles unter einen Hut zu bringen, ist Kindler zu viel geworden. Der Viagra-Boss hat sich bereits um einen Nachfolger bemüht. Der 57-jährige Ian Read, der schon seit Jahren im Unternehmen tätig ist, wird in seine Fußstapfen treten.

Kindler für größten Zukauf in Pfizer-Geschichte verantwortlich
Kindler hatte den größten Zukauf der Unternehmensgeschichte eingefädelt und im vergangenen Jahr für 68 Milliarden Dollar (rund 51,2 Milliarden Euro) den Konkurrenten Wyeth übernommen. Danach stieß Kindler einen konzernweiten Umbau an, mit dem massiv Kosten gespart werden sollten. Dabei fielen auch etliche Arbeitsplätze weg.

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