13.02.2021 14:13 |

Million Kubikmeter

Moskau steuert auf eine Rekordschneedecke zu

Für Schneearmut ist Russland eigentlich nicht bekannt, doch was jetzt runterkommt, versetzt sogar die Russen in Erstaunen. Nach stundenlangen starken Schneefällen und -stürmen steuert die russische Hauptstadt Moskau auf eine Rekordschneedecke zu. 

Samstagfrüh lagen bereits 56 Zentimeter Schnee auf den Straßen von Europas größter Metropole - so viel wie seit fast acht Jahren nicht mehr, wie der Wetterdienst Fobos meldete. Es sei gut möglich, dass in den kommenden Tagen auch der bisherige Rekord einer 60 Zentimeter hohen Schneedecke gebrochen werde, der im Jahr 1956 registriert wurde.

Eine Million Kubikmeter Schnee geschaufelt
Innerhalb von nur etwas mehr als einem Tag sind 75 Prozent des durchschnittlichen Februar-Schneefalls vom Himmel gekommen. In den vergangenen Tagen habe Moskaus Winterdienst bereits mehr als eine Million Kubikmeter Schnee von den Straßen geschaufelt, sagte der stellvertretende Bürgermeister Pjotr Birjukow der Agentur Interfax zufolge. Nun seien 12.000 zusätzliche Arbeiter angefordert worden.

Die Schneemassen lösten zahlreiche Staus aus. Die Moskauer Verkehrsbehörde stockte die öffentlichen Verkehrsmittel vorübergehend auf. An den drei Flughäfen der Stadt waren zahlreiche Flüge verspätet oder wurden gestrichen.

In und um Moskau meldete der Katastrophenschutz, dass mehrere Gebäudedächer aufgrund der schweren Schneemassen eingesackt sind. Aus einer zerstörten Halle retteten Helfer demnach zwei verschüttete Menschen.

Vier Erdrutsche auf Insel Ischia
Starke Niederschläge und Unwetter sorgen auch in Italien für Probleme. In Süditalien gab es am Samstag heftige Schneefälle, in einigen Städten, wie Potenza, und in der apulischen Provinz Foggia sind die Schulen geschlossen worden, berichteten italienische Medien. Auch in mehreren toskanischen Gemeinden blieben die Bildungseinrichtungen zu. Nach heftigen Regenfällen wurden auf der Insel Ischia vier Erdrutsche in 48 Stunden gemeldet.

Unwettergefahr bestand laut italienischen Meteorologen in neun der 20 italienischen Regionen. Der Zivilschutz warnte vor Erdrutschen und starken Winden. Die Temperaturen brachen in ganz Italien um zehn Grade ein. In Turin schneite es am Samstagvormittag. Klirrende Kälte herrschte in den Dolomiten-Ortschaften. In Cortina, wo derzeit die Ski-Weltmeisterschaft im Gange ist, wurden Temperaturen um minus 15 Grad gemeldet, zudem bestand hohe Lawinengefahr.

Quellen: APA/dpa

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